HUDE - Zu einem Wohltätigkeitsbasar hatte der Frauenwerkkreis der katholischen Kirchengemeinde St. Marien in Hude am Sonntag ins Pfarrheim an der Breslauer Straße eingeladen. Im Angebot hatten die Ausstellerinnen liebevoll und sorgfältig gefertigte Handarbeiten sowie weihnachtliche Bastelarbeiten, prachtvoll gebundene Adventskränze, Marmelade nach „Omas Rezept“, aparte Schmuckstücke und die beliebten dicken selbst gestrickten Wintersocken von Annemarie Neumann.

„Für Kinder und Frauen werden gerne bunte Socken gekauft“, verriet die erfahrene Sockenproduzentin. Für das Strickwerk ab Größe 43 verwendet Annemarie Neumann aber lieber gedeckte Farben wie grau und braun.

Im Obergeschoss wurde selbst gebackener Kuchen und Kaffee angeboten. Hildegard Wittig, Leiterin des Frauenwerkkreises Sankt Marien, und Barbara Rother organisierten den vorweihnachtlichen Wohltätigkeitsbasar, den vor 30 Jahren Pfarrer Leisner ins Leben gerufen hatte.

Für ihren Einsatz wurden die beiden Frauen bereits vor vier Jahren mit der „Medaille für vorbildliche Verdienste um den Nächsten“ des Landes Niedersachsen ausgezeichnet. Dabei war ihnen ihr Einsatz für Benachteiligte immer etwas ganz Selbstverständliches. Eine Krankheit haben sie besonders im Blick: „Lepra ist eine der schlimmsten Krankheiten überhaupt“, sagte Hildegard Wittig, „der Nähkreis will Menschen helfen, die es nicht so gut haben“.

In den 30 Jahren konnte insgesamt die stattliche Summe von über 108 000 Euro weitergegeben werden, erzählten die beiden stolz. Der Erlös ist – wie bereits in den Vorjahren – für das Deutsche Aussätzigen Hilfswerk zur Bekämpfung von Lepra und Tuberkulose bestimmt.

Zehn Handarbeiterinnen gehören dem Frauenwerkkreis an. Sie treffen sich an jedem zweiten Mittwoch ab 15 Uhr im Pfarrheim von St. Marien. „Verstärkung ist jederzeit herzlich willkommen“, sagten die Organisatorinnen.