Hude - Wie geht es weiter mit der Klosterruine? – Diese Frage stellten sich die CDU-Kreistagsfraktion und die Gemeindefraktion Hude bereits mehrmals. Jetzt informierten sie sich vor Ort über den Zustand und die Pläne rund um das Klostermuseum. Der 1. Vorsitzende des Vereins Freunde des Klosters, Klaus Rademacher, hatte den Fraktionsmitgliedern viel zu erzählen. Denn viele Ideen, was alles rund um das Museum und das natürliche Baudenkmal geschehen werden kann, hatte der 1. Vorsitzende allemal.

„Wir sind einmalig, das sollten wir kulturtouristisch unbedingt nutzen“, sagte Rademacher. Zunächst führte er die Fraktionsmitglieder durch die Ruine und das Museum. Dort hingen auch die neuen Pläne aus. Im Zuge der Sanierung des Museumsgebäudes möchte der Verein die Chance nutzen, den Museumsraum grundlegend neu zu strukturieren. So soll schon der Eingang an eine neue Stelle wandern, „sodass die Gäste nicht wie bisher erst um das Gebäude herumlaufen müssen, um den Eingang zu finden“, erklärte Rademacher.

Innen plant der Verein, einen Rundgang zu schaffen, auf dem der Besucher einen konkreten Weg nachgehen kann. Auch eine neue Vorplatzgestaltung ist geplant. Für die Ruine möchte der Verein ein Hologramm erzeugen, das die Klostermauern in der Dunkelheit vervollständigt. „Und wir planen im Außenbereich eine Freilufttheater-Terrasse.“ Dort könnten dann im Sommer Picknicks stattfinden.

„Wir wollen das Thema in den Landkreis bringen, um eine Finanzierung für die Vorhaben zu finden“, sagte CDU-Kreistagsfraktionsvorsitzender Dirk Vorlauf dazu. Er dankte Rademacher für dessen Professionalität in dem Thema.

Die Besucherzahlen des Museums stiegen in den vergangenen Jahren konstant an. So besuchten 2013 insgesamt 3377 Menschen die Einrichtung, 2019 waren es bereits 5702. Auch die Zahl der Führungen stieg. Dennoch gibt Rademacher offen zu: „Tourismus ist für mich eine schwammige Angelegenheit“ und ergänzte: „Wir würden uns gerne schulen lassen in Sachen Tourismus, damit wir unser Ziel noch besser verfolgen können.“ Damit spricht er im Namen der vielen Ehrenamtlichen, die zum Beispiel Führungen leiten und sich gern verbessern wollen. „Wir wollen Erfolg haben, und dafür brauchen wie ein eindeutig definiertes Ziel“, so Rademacher.

Auch Gutseigentümerin Greta von Witzleben unterstützt das Anliegen des Vereins, die touristischen Angebote des Anwesens weiter auszureizen, und sagte, sie möchte sich an den Planungen beteiligen.