HUDE - Besser geht’s nicht: Die Huder Diakonie-Sozialstation ist vom Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) mit der Traumnote von 1,0 ausgezeichnet worden.

„Das ist für uns Anerkennung und Bestätigung für die sehr gute Arbeit, die hier geleistet wird“, freute sich am Freitag Regina Logemann, Geschäftsführerin für den Bereich Pflege der Diakonie-Sozialstationen im Oldenburger Land. „Die hervorragenden Noten zeigen uns, dass wir mit unserem Wirken auf dem richtigen Weg sind.“ Die Huder Pflegedienstleiterin Elisabeth Loch bedankte sich bei ihrem hoch motivierten Team, dem ihre Stellvertreterin Petra Schröder, 22 Mitarbeiterinnen, zwei Bürokräfte und ein Zivildienstleistender angehören: „Sie erbringen engagiert ihre Leistungen in der häuslichen Pflege und haben dabei stets das Wohl der ihnen anvertrauten Menschen im Blick“, lobte Loch. Das spiegelt sich auch in der Bewertung durch die „Kunden“ wider: Fünf pflegebedürftige Patienten wurden befragt, die allesamt der Diakonie-Sozialstation die Note „sehr gut“ gegeben haben. 92 Patienten werden derzeit betreut. Der Einzugsbereich umfasst im wesentlichen die Gemeinde Hude und reicht bis nach Rethorn in die Nachbargemeinde Ganderkesee.

Seit 2009 ist es gesetzlich vorgeschrieben, dass Altenpflegeheime und Pflegedienste in Deutschland jährlich geprüft werden und „Zensuren“ wie beim Schulnotensystem erhalten. Rund 700 der 1191 Pflegedienste in Niedersachsen haben sich bereits dem Pflege-TÜV unterzogen – der Landesdurchschnitt liegt bei 2,1.

49 Kriterien in vier Qualitätsbereichen („Pflegerische Leistungen“, „Ärztlich verordnete pflegerische Leistungen“, „Dienstleistung und Organisation“ sowie „Befragung der Kunden“) wurden bewertet. Drei Prüferinnen waren damit in Hude einen Tag lang beschäftigt. „Eine Wirtschaftsprüfung ist nichts dagegen“, umschreibt Regina Logemann das Prozedere.

Bei aller Freude über das herausragende Ergebnis wünschen sich Regina Logemann und Elisabeth Loch indes ein Bewertungssystem, das nicht vor allem Wert auf die lückenlose Dokumentation von Pflegeleistungen legt, sondern auch den Fokus auf die eigentliche Qualität der Pflege richtet. Das Maß an persönlicher Zuwendung gegenüber den Patienten und den Angehörigen könnte stärker gewichtet werden, finden die Expertinnen. Gleichwohl sind sie stolz auf ihr Ergebnis: „Wir bekommen den Spagat zwischen Pflege und bürokratischem Aufwand sehr gut hin.“