HUDE - HUDE/JAM - Äußerst vielfältige Aufgabenbereiche gebe es bei Deutschen Roten Kreuz in Hude. Das betonte Bodo Struthoff kürzlich bei der Jahreshauptversammlung des Huder Ortsvereins in der Rettungswache „Für jedes Alter ist etwas dabei“, versicherte der Erste Vorsitzender. Wie genau die verschiedenen Tätigkeiten der Mitglieder aussehen, stellten die einzelnen Rotkreuzgemeinschaften in ihren Jahresberichten dar.
Axel Meyer berichtete über die Arbeit des Jugendrotkreuzes. Im August vergangenen Jahres wurde erstmals eine Gruppe der Stufe 1 (sechs bis elf Jahre) ins Leben gerufen. Die Kinder nahmen unter anderem an zwei Sanitätsübungen teil. Ein besonderer Höhepunkt für die älteren Teilnehmer (12 bis 17 Jahre) aus der Stufe 2 war die Besichtigung des Rettungshubschraubers Christoph 6 in Bremen. Ferner wurden vier Mitglieder in realistischer Unfalldarstellung ausgebildet, fünf besuchten Babysitterkurse, zwei einen Sanitätshelferlehrgang und ein Mitglied einen Jugendgruppenleiter-Grundlehrgang.
Äußerst arbeitsreich präsentierte sich das Jahr für den ehrenamtlichen Rettungsdienst. Insgesamt 12 980 Stunden leisteten die Helfer. Zu 462 Einsätze rückten sie mit dem Notarztwagen aus, der Rettungswagen wurde 1148 Mal angefordert. Zudem musste 45 Mal der SEG-Rettungswagen von Mitgliedern der Bereitschaft Hude nachbesetzt werden, um den regulären Rettungsdienst zu unterstützen. Das sind 16 Anforderungen mehr als noch im Vorjahr. Im Schnitt kommt die Gruppe so auf 4,41 Einsätze pro Tag.
Sehr aktiv war auch die Sanitäts- und SEG-Gruppe. Vor allem der Sanitätsdienst war gefordert und bei diversen Reitturnieren, Hallenfeten und vielen Großveranstaltungen, wie dem Vechtaer Stoppelmarkt oder die Flugtage in Hatten im Einsatz. Die SEG-Gruppe leistete zudem im Sommer beim Sandersfelder See ihre Dienste. Bestens in Erinnerung geblieben ist den Mitgliedern der Besuch der Flughafenfeuerwehr in Bremen und eine Fortbildung der Kripo Wildeshausen, wie Claudia Kämmer berichtete.
Sehr zufrieden zeigte sich auch Doris Schneidereit von der Gruppe Soziale Betreuung mit ihrer Arbeit in der Kleiderkammer und bei der Blutspende. 19 700 Kleidungsstücke wurden an Obdachlose ausgegeben. Auch Kinder aus Tschernobyl duften sich wieder mit neuer Kleidung eindecken. Zudem betreuten die Helferinnen 1318 Spender bei den fünf Bluspendeterminen „Ich kann nur sagen, Hut ab vor diesen Frauen“, quittierte Struthoff die Leistung der Gruppe.
Nicht weniger aktiv waren die Mitglieder der Gruppe Seniorenarbeit. Erika Schepker berichtete von den Seniorennachmittagen, dem Singkreis und vielen anderen Aktionen im Seniorenzentrum am Sonnentau die sich zunehmend großer Beliebtheit erfreuten.
Um das leibliche Wohl vieler Gäste kümmerte sich derweil die DRK-Verpflegungsgruppe. Beim Bürgerfest und der Weihnachtsfeier sorgten sie für die Beköstigung der Besucher.
Ein äußerst „turbulentes Jahr“ erlebte der Rolli-Treff, wie dem Bericht zu entnehmen war. Nach diversen Rückschlägen gelang es der Gruppe schließlich doch noch, einen geplanten Behindertewegweiser (die NWZ berichtete) zu erarbeiten. Demnächst soll er gedruckt und verteilt werden. Außerdem haben sich die Mitglieder wieder für viele Projekte zugunsten gehbehinderter Menschen eingesetzt. Zu dem vielfältigen Engagement des Rolli-Treffs merkte Kassenführer Ullrich von Maydell an: „Ich bin jedes Mal wieder erstaunt, was diese kleine Gruppe alles bewegt.“
