HUDE - „Na klar, das ist eine 1“. Noa Sofie, Nadine, Leonie und Eleni sind aus dem Häuschen. Soeben hat ihnen Chemielehrer Manfred Twardy für ihr Referat die Bestnote gegeben. Die Recherchen im Wasserwerk Wildeshausen des Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverbandes (OOWV) haben sich für die elf- und zwölfjährigen Teenager aus Hude gelohnt.

Auf dem Stoffplan der Klasse 6 Ra der Huder Peter-Ustinov-Schule steht das Thema „Wasser“. „Wir fingen an mit dem Wasserkreislauf. Den haben wir aus unserem Schulbuch abgezeichnet“, beschreibt die zwölfjährige Eleni Kamann den Einstieg in die Materie. Aber wie weiter? Die Mutter der elfjährigen Noa Sofie Neumann, Silvia Neumann, hatte dann die Idee mit dem OOWV, der schließlich auch in der Gemeinde Hude für die Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung zuständig ist.

Schnell war ein Termin noch vor den Winterferien mit dem Leiter des Wasserwerkes Wildeshausen, Hartwig Hillen, vereinbart, der die wissbegierigen Mädchen durch das Werk führte. Hillen beschrieb den Weg des Wassers vom Eingang aus den Förderbrunnen bis zur Abgabe in das Verteilernetz. Seit 1964 betreibt der OOWV das Wasserwerk. Die jährliche Fördermenge beträgt 4,5 Millionen Kubikmeter. Die Mädchen wiederholten das Gehörte mit ihren eigenen Worten – und Mama Silvia Neumann filmte diese Statements vor der Schalttafel, dem Filterbecken, der Brunnenfassung und der Pumpstation.

Nach den Winterferien: Die Spannung in der um 7.30 Uhr beginnenden Chemiestunde der Klasse 6 Ra ist groß, die Klassenkameraden sind begeistert, dass sie einen Film zu sehen bekommen. Die Autorinnen mahnen zur Aufmerksamkeit: „Jetzt müsst ihr gut zuhören für den Lückentext“. Ausgeteilt werden Zettel, auf denen Begriffe ausgespart sind, die die Schüler, wenn sie vorher genau zugehört haben, jetzt problemlos ergänzen können.

Die vier Mädchen, die Mitschüler und der Lehrer sind zufrieden. Man hat einiges gelernt über das Lebensmittel Nr. 1, das Wasser. Das ist Fachlehrer Twardy eine 1 wert!