HUDE - Kaum öffneten sich die Türen am Sonntagabend um 19 Uhr, stürmten auch schon die ersten „Capitoni-Fans“ in den „Theatersaal Burgdorf“, um sich Plätze in den ersten Reihen zu sichern. Reservieren mit Handtüchern war nicht notwendig, man nahm Platz, bestellte ein Getränk und plauderte in gespannter Erwartung auf den Abend.
Über 100 Zuschauer lockte gleich die erste „Comedy-Veranstaltung“ in die Gaststätte Burgdorf. Roberto Capitoni, bekannt aus Funk und Fernsehen, wurde präsentiert von Inhaber Peter Burgdorf in Kooperation mit Veranstalter Gunter Zinkgraf von „Comedy-im-Norden“ und Timo Vetter von Vetter-Werbung Ganderkesee. Alle drei freuten sich, dass so viele Karten verkauft wurden und versprachen bereits am ersten Abend eine Fortsetzung der „Comedy-Veranstaltungen“ in Hude.
Bis zum frühen Abend war der große Saal in der Gaststätte für Konfirmationsgesellschaften ausgebucht, danach wurde er kurzerhand von Multitalent und Veranstaltungsprofi Burgdorf und seiner Truppe in einen Theatersaal verwandelt mit einer schlichten, aber zugleich wirkungsvollen Bühne, auf der ab 20 Uhr der Komiker Roberto Capitoni mit seiner Stand-Up-Comedy-Show sein Unwesen trieb.
Capitoni, seines Zeichens Frohnatur schwäbisch-italienischer Abstammung, der seinen Namen zu seinem Leidwesen der Vorliebe seines Vaters für den Sänger Roberto Blanco zu verdanken hat, 1,73 Meter groß und 74 Kilo schwer mit leicht steigender Tendenz, hat nach eigenem Bekunden einen Großteil seiner Kindheit als Wackeldackel auf der Hutablage des väterlichen „Opel Capitano“ verbracht. Er betrat die Bühne gut ausgeruht nach einem Erholungsschläfchen in der Garderobe und zog die Zuhörer binnen weniger Minuten in seinen Bann.
Die Zuhörer bogen sich vor Lachen bei den munteren Plaudereien Capitonis, der „Im Auftrag des Paten“ auf Tournee ist. Die Anekdötchen über den Patenonkel, der als Familienoberhaupt die Meinung der Enkelkinder über Nudeln im Allgemeinen und Pasta im Besonderen durch leichte erzieherische Maßnahmen lenkte oder der unauffällig Einfluss nimmt auf den Verlauf der Fußball-WM, erheiterten die Gemüter. Capitoni schlüpfte mühelos von einer Rolle in die andere, wobei ihm die Rolle des Patenonkelsam überzeugendsten von der Hand ging.
Eine Fahrrad-Clique aus Hude, die mit dem Radel vor dem „Theatersaal“ parkten, hatten gar nicht genug Taschentücher dabei, so viel wurde gelacht. „Wir sind doch schließlich zum lachen hier“, befanden sie in der Pause.
