HUDE - Rührig sind sie, die Vorstandsmitglieder des Wüstinger Bürgervereins. Immer wieder warten sie mit neuen Ideen auf. Neuester Streich der beiden Vorsitzenden Heinz Steinmüller und Friedolf Evers war es, einen Flohmarkt in Wüsting einzuführen – „ganz zentral, mittendrin, für jedermann“.
Die Idee entstand nach dem Weihnachtsmarkt im vergangenen Jahr, erzählt Steinmüller. „Wir haben auch gleich Nägel mit Köpfen gemacht“, so der Organisator. Mögliche Termine wurden ausgeguckt, Absprachen mit der Gemeinde für die Straßensperrung wurden getroffen, und auch mit Petrus verhandelten die beiden offensichtlich erfolgreich. Bei strahlendem Sonnenschein lockten am Sonntag über 40 Stände mit einem kunterbunten Angebot ab 11 Uhr die Besucher an.
Der Bürgerverein will sich aktiv für Wüsting einsetzen. Das Hauptanliegen des Vereinsvorsitzenden ist dabei, die neuen und die alt eingesessenen Bürger der kleinen Gemeinde zusammenzubringen, damit sich der Ort nicht irgendwann aufsplittet. Was eigne sich für die Kommunikation zwischen Menschen besser, als ein Flohmarkt mit vielen kunterbunten Ständen, an denen gefeilscht und geplaudert wird, dachten sich die Organisatoren deshalb. Die Rechnung ging auf: Die Wüstinger strömten in den Ort, um zu verkaufen und zu kaufen was das Zeug hielt. Die umliegenden Geschäftsleute trugen mit Sonderangeboten ihren Teil zu dem bunten Treiben bei.
Auch die Gemeindebücherei hatte sich eine besondere Aktion einfallen lassen. An ihrem Stand gab es gespendete und ausrangierte Bücher, eine Tüte Bücher kostete fünf Euro. Wie viele Bücher in so eine Tüte reingingen, fragte eine Kundin. Rita Claußen, Leiterin der Wüstinger Zweigstelle lachte und erklärte: „Die Technik machts.“ Der Rekord des Tages lag bei 15 Büchern. Aber diese Tüte platzte auch schon aus allen Nähten, der Käufer musste sie regelrecht wegschleppen, so Rita Claußen schmunzelnd.
Steinmüller und Evers verbrachten den Sonntag am Informationsstand des Bürgervereins, standen für Fragen zur Verfügung und blickten zufrieden auf das bunte Treiben im Ortskern: „Genau so hatten wir es uns vorgestellt.“
