HUDE - Noch mehr Besucher, noch mehr Programm: Die Celtic Days wachsen und wachsen. „Das gesamte Team ist wirklich begeistert“, zieht Alfred Janßen vom veranstaltenden Verein Pro Musica Activa am Sonntag Bilanz. 450 Anmeldungen für die Workshops, der erste Festival-Club mit Live-Sessions, die ersten Highland Games. „Das ist das Format, mit dem wir in den kommenden Jahren fortfahren werden. Die Quantität ist festgesetzt – und an der Qualität werden wir immer schrauben und neue Ideen einbringen.“

Mehrere hundert Besucher sind an diesem Sonntag beim Familienfest im und am Kulturhof in Hude unterwegs. Während im Gebäude Workshop-Teilnehmer oder Dozenten auf der Bühne stehen, der cornische Barde Howard Curnow von seiner Heimat erzählt und Maler Ole West Bilder zeigt, findet im Außenbereich die erste Ausgabe der Highland Games statt, veranstaltet von Pro Musica Activa und dem Whiskyclub McQuaich.

Hinter Absperrbänden werfen die Teilnehmer Baumstämme und Steine oder schleudern Heu-Säcke mit einer Forke über eine Latte. Für die ganz Kleinen gibt es Alternativ-Wettkämpfe: Sackhüpfen und Gummistiefel-Weitwurf.

Auf einer Wiese hinterm Kulturhof streift Monika Schack ihre Handschuhe ab – gerade hat sie sich am Baumstamm-Werfen versucht. Drei Meter lang ist der runde Holzpfosten für Frauen, vier Meter für Männer. „Das Halten ist nicht das Ding gewesen“, resümiert die Huderin. „Das Problem ist, den Schwung für den Überschlag reinzukriegen.“ Denn je öfter sich der Stamm während des Flugs überschlägt, desto besser für die Wertung.

Alfred Janßen vom Organisationsteam ist derweil vollauf zufrieden. „Das familiäre Flair wird aus allen Richtungen gelobt“, sagt er. Sein Dank gilt der regioVHS und der Gemeinde Hude für die Zusammenarbeit, ebenso wie den beiden Hauptsponsoren OLB und EWE-Stiftung.

Viel Zeit zum Ausruhen werden Janßen und seine Kollegen nach dem Festival-Ende nicht haben, die Planungen für die achte Auflage vom 14. bis 18. März 2012 laufen bereits. „Mit verschiedenen Bands stehen wir schon in Kontakt“, so Janßen, „wir haben unzählige Bewerber aus dem In- und Ausland. Das Festival wird mittlerweile in der gesamte Szene im In- und Ausland wahrgenommen.“ Von den Dozenten der Workshops werden einige auch 2012 wieder dabei sein. Janßen: „Was ich heute unheimlich oft gehört habe, war: Bis zum nächsten Jahr bei den Celtic Days.“