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Celtic Days Festivalbesucher verdienen Sonderurlaub

Stephan Onnen

HUDE - Im Rheinland bringt der Karneval das Arbeitsleben gehörig durcheinander. Solche Auswirkungen haben die Celtic Days in Hude (noch) nicht. Obgleich Bürgermeister Axel Jahnz am liebsten der gesamten Gemeinde Sonderurlaub gewähren würde, „damit bloß niemand etwas verpasst“, wie er am Mittwochabend bei der offiziellen Eröffnung der achten Auflage des Festivals bekannte. Dazu hatten sich etwa 30 Gäste im Kulturhof eingefunden. Sie erlebten zum Auftakt mit, wie sich Erzähler Heiko Postma und Musiker Jim Paterson auf die Spuren des schottischen Nationalbarden Robert Burns begaben.

Zuvor hatte Martin von Maydell vom veranstaltenden Verein „Pro Musica Activa“ auf die Anfänge im Jahr 2005 zurückblickt: „Hätte mir damals jemand vorhergesagt, was daraus einmal werden würde, hätte ich ihn ausgelacht.“ Heute habe man ein „ausgewachsenes Festival“ mit 450 Workshop-Teilnehmen, hochkarätigen Dozenten aus Schottland, Irland, Australien, Norwegen und Frankreich. „Hier trifft sich alles, was in der keltischen Musikszene Rang und Namen hat“, sagte von Mayell nicht ohne Stolz.

Bürgermeister Axel Jahnz lobte den Verein „Pro Musica Activa“ für die Organisation vor und hinter den Kulissen: „Ohne diesen ehrenamtlichen Einsatz von 80 Helfern wäre es überhaupt nicht möglich, dieses herausragende Kulturereignis bei uns in Hude auf die Beine zu stellen.“ Martin von Maydell dankte seinerseits der Gemeinde für die Bereitstellung von Räumlichkeiten: „So ein Festival ist ein Gemeinschaftswerk.“

Mit einem leichten Zupfen an den Gitarrensaiten leitete Jim Paterson auf charmante Weise das Ende der Begrüßungsreden ein, und der literarisch-musikalische Robert-Burns-Abend konnte beginnen.

An diesem Donnerstag setzt ein musikalisches Ausnahmetalent das Musikprogramm fort: P`druig Morrison: Der erst 16-jährige Schotte ist bereits jetzt ein gefragter Dozent, insbesondere wenn es um die Musik der Hebriden geht. Mit seinem Akkordeon steht er ab 20 Uhr im Kulturhof auf der Bühne.

Geboren und aufgewachsen auf der Insel Grimsay im äußersten Westen Schottlands, entstammt er einer Musikerfamilie und trägt, wie schon sein Großvater und Vater, die gälisch geprägte Kultur der Hebriden weiter. Karten gibt es für zwölf Euro an der Abendkasse. Bürgermeister Jahnz legt allen einen Besuch dieses Konzertes und der anderen Celtic Days-Veranstaltungen nahe – auch ohne Sonderurlaub.

Zum schottischen

„Welcome Dance“ lädt Martin McWilliam im Rahmen der Celtic Days am Freitag, 13. April, ein. Beginn ist um 19 Uhr in der Turnhalle der Schule Hohelucht. Die Veranstaltung ist offen für Publikum zum Zuschauen oder zum Mitmachen bei den einfacheren Tänzen.

Getanzt werden „Raumbilder“, viele wirken wie keltische Webmuster. Getanzt wird in Gruppen (Sets) von sechs bis zehn Tänzern, Singles und Paare sind gleichermaßen willkommen. „Man muss kein Vollblut-Schotte sein, um Spaß am Scottish Country Dance zu haben“, betont Martin McWilliam.

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