HUDE - Konzerte im Kulturhof, Live-Sessions und Tanz im Haus am Bahnhof, schottischer Ballabend in der Turnhalle Hohelucht, gruselige Gespensterlesungen und überall volles Haus. Das Programm der Celtic Days hat am Wochenende begeistert.
Der Kulturhof ist ausverkauft, freute sich Alfred Janßen vom Veranstalter Pro Musica Activa am Sonnabendabend. Erst An Tor, gefolgt vom Hauptakt Cara, der gerade erst mit dem Irish Music Award ausgezeichnet worden ist das hatte mehr als 300 Menschen in den Kulturhof gelockt. Schon beim Doppel-Konzert am Vorabend waren mehr als 200 Tickets verkauft worden für Emily Spiers & Blue und North Sea Gas. Was alle Auftritte vereinte: gut gelaunte Bands und mindestens ebenso gut gelaunte Zuschauer. Das sorgte für großartige Stimmung und Ohrwurm-Garantie.
Nach den Konzerten war noch lange nicht Schluss: Mit den ersten Live-Sessions der Celtic Days ging es an beiden Veranstaltungstagen im Haus am Bahnhof weiter. Vor weniger Zuschauern, aber dafür umso entspannter trafen sich nicht nur Mitglieder der auftretenden Bands, um gemeinsam zu jammen also einfach drauf loszuspielen. Einige Musiker waren extra angereist. Aus Hannover kam zum Beispiel die Gruppe um Gabi Bode, laut Janßen eine der führenden Session-Gruppen in Deutschland. Und sein Kollege Martin von Maydell schwärmte: So eine hochkarätige Session finden Sie sonst nicht in Deutschland.
Wem Musik allein nicht reichte: Beim Ceilidh, dem Tanzabend am Freitag im Haus am Bahnhof, und beim schottischen Ball am Sonnabend in der Turnhalle Hohelucht floss der Schweiß. Waren die Tänzer beim Ceilidh bunt gemischt von absoluten Anfängern bis hin zu Kilt tragenden Könnern blieben die Profi-Tanzgruppen am Sonnabend unter sich.
Aus den Niederlanden, der Schweiz, Großbritannien, Frankreich und ganz Deutschland seien rund 90 Tänzer angereist, sagte Martin McWilliam von der Scottish Country Dance-Gruppe aus Oldenburg, die den Ball gemeinsam mit der Delmenhorster Gruppe veranstaltet hat. Der Ceilidh, das ist wie Singen am Lagerfeuer, mit Liedern, die jeder mitsingen kann, scherzte er. Aber der Ball ist eher wie ein vierstimmiges Musikstück bei dem man jede Stimme können muss.
