HUDE - Ein „Fest-Noz“, eine Nachtparty, das war es tatsächlich: Bis in die späte Nacht tanzten die Besucher im „Haus am Bahnhof“ am Freitagabend. Die bretonische Musik des „Fest-Noz“, mit der die französisch-deutsche Band „An Erminig“ am dritten Abend der Celtic Days aufspielte, „ist sehr einfach zu tanzen“, erklärte Flötistin Barbara Gerdes: „Wer gehen kann, der kann zu dieser Musik auch tanzen.“

Gemeinsam mit Andreas Gerdes und Hans Martin Derow spielte sie Chants de Marins, Balladen und Tanzsuiten aus den Küstenregionen der Bretagne, Lieder über die Landschaft sowie bretonische Melodien, in denen das Miteinander von Feiern und Arbeiten im Mittelpunkt standen. Dazu zählte auch ein Lied über eine Schäferin, „die so toll singt, dass ein Junge sie bittet, immer weiter zu singen“. Ein bretonisches Tanzlied schlechthin. Also schwangen sich die Besucher auf und plötzlich war die Tanzfläche voll. Mitten drin: Michel Douillard. Der Bretone erläuterte den Tänzern die einfachen Tanzschritte und schloss sich Gerdes’ Meinung an: „Man muss eigentlich nur gehen können, um bretonisch zu tanzen.“

Das Naturtalent der Huder zeigte sich dann in der Praxis: Fehlerfrei machten sie einen Doppelschritt nach links, hoben das linke, dann das rechte Bein und machten dann wieder einen Doppelschritt nach links. So tanzten sie immer weiter in die Runde, bis sie eine immer enger werdende Spirale bildeten. „Gehst Du noch oder tanzt Du schon?“ wurde zum Motto des Abends, das nur wenige Besucher an den Tischen sitzen ließ. Die meisten wollten die einzigartige Musik mit ihren speziellen Tänzen voll und ganz erleben.

„Es ist mal ein anderer Farbkleks bei den Celtic Days“, sagte Flötistin Andrea Gerdes, die sich über mehr als 100 Gäste freute. Besucher wie Veranstalter waren sich einig: Es wird nicht das letzte Mal sein, dass auch die Bretagne Platz im Programm findet.