HUDE - Etwa 30 Freunde, Förderer und Paten des Projekts „Kinderhaus Frieda“ sitzen am Mittwochabend an den Tischen in der Pastorei, die Huder Togo-Gruppe informiert über die aktuelle Entwicklung in der, so Wolfram Hartrampf, „von sozialem und christlichen Engagagement“ getragenen Zusammenarbeit. In schneller Folge werden Bilder aus dem Alltag der 24 Waisenkinder, deren Eltern an Aids gestorben sind, auf eine Leinwand projiziert. „Gelungen“ findet Ulrich Hoss vom Arbeitskreis „Kinderhaus Frieda“ die Fotopräsentation, „aber das live zu erleben, ist noch viel eindrucksvoller“. Wer einmal vor Ort die „Freude, Lerngier und Lebenskraft“ der afrikanischen Mädchen und Jungen kennen gelernt habe, der wisse, „es lohnt sich, weiterzumachen.“
Das bestätigt auch Etienne Yavo Dable. Er ist Vorstandsmitglied im Verein „Association Aide aux Enfants Orphelins du Sida“ (Hilfe für Aids-Waisenkinder), in dessen Trägerschaft sich in Togos Hauptstadt Lome das Kinderhaus „Frieda“ befindet: „Die Kinder entwickeln sich sehr gut.“
Um den Waisen das zu ermöglichen, was vielen Kindern in Afrika fehlt, nämlich Unterkunft, Nahrung, Gemeinschaft, Bildung und ärztliche Versorgung, sammelt der „Arbeitskreis Frieda“ eifrig Spenden: So hat beispielsweise die Bremer Firma HE Space Operations mit 5000 Euro die Lösung der Entwässerungsprobleme im Hof des Kinderhauses ermöglicht. Ein „großzügiger vierstelliger Betrag“ eines Privatspenders ist in die Rücklage für den Bau eines Wohnheimes geflossen, das für den Übergang der Kinder ins Erwachsenenalter angedacht ist. Auch die Huder Konfirmanden von Pastor Axel Tegtmeyer haben zu Gunsten des Kinderhauses Geld gespendet.
Die Basis aber bilden nach wie vor die Patenschaften: Derzeit unterstützen 52 Paten das Projekt mit Monatsbeträgen zwischen zehn und 85 Euro. Darunter sind auch Förderpatenschaften, die nicht direkt an eines der Kinder gebunden sind.
Ein Patenkind im Kinderhaus hat auch die Ganderkeseer Katenkampschule. Lehrerin Christel Mergelmeyer und ihre Kollegin Eva Landvogt überreichten am Mittwochabend ein Bündel mit französischen Kinder- und Jugendbüchern, mit denen Etienne Dable seinen Schützlingen in Lome nun eine Freude machen kann.
Dable dankte im Namen der Kinder für die „tolle Unterstützung“: „Ich bin immer wieder erstaunt, wie aktiv hier die Lobby-Arbeit läuft“. Er lud dazu ein, das Kinderhaus zu besuchen, „um zu sehen, dass die Spenden gut und richtig eingesetzt werden.“
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