Hude - Am fünften Erlebnistag der Gästeführung im Oldenburger Land, der am Sonntag, 22. April, stattfindet, gibt es auch im Klosterort Hude wieder eine besondere, kostenlose Schnupperführung. Edith Buskohl, Gästeführerin mit Stern, lädt alle Interessierten ein, mit ihr das Erbbegräbnis derer von Witzleben zu erkunden. Halbstündige Führungen finden um 14 und um 16 Uhr statt. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich. Treffpunkt ist das alte Abthaus (heute Herrenhaus) an der von-Witzleben-Allee im Klosterbezirk.

Der mehr als 200 Jahre alte, private Friedhof der Familie von Witzleben birgt viele Geschichten über die Familie, die den Ort bis heute prägt.

Mitglieder der Familie von Witzleben wurden bis zur napoleonischen Zeit in einer Gruft in einem Seitenflügel in der St. Cyprian und Cornelius Kirche in Ganderkesee beigesetzt, weiß Edith Buskohl zu berichten. Als dann das Verbot kam, Privatleute in der Kirche beizusetzen, sei der private Friedhof als Erbbegräbnis gegenüber der Klosterruine entstanden. 1806 wurde hier Ernst Adolph Leopold von Witzleben als erster Verstorbener aus der Familie beigesetzt. Das Erbbegräbnis ist schlicht gehalten, die Gräber sind von Efeu bewachsen, auf einigen blühen zurzeit die Buschwindröschen.

Edith Buskohl will anhand der Grabinschriften einen kleinen Ausflug in die Familiengeschichte der Familie von Witzleben mit den Teilnehmern der Führung machen. Auch, warum die Torpfosten zum Friedhof recht gruselige Totenköpfe tragen, wird sie erklären.

Edith Buskohl freut sich auf viele Interessierte am 22. April, wenn sich das uralte schmiedeiserne Tor zum Erbbegräbnis in Hude öffnet.