HUDE - Wenn zwei Gemeinden aus verschiedenen Ländern das Bestehen ihrer Freundschaft feiern, ist das in erster Linie eins: mehrsprachig. Das zeigte der Festakt zum zehnjährigen Bestehen der Partnerschaft zwischen Hude und dem italienischen Fiume Veneto am Freitagabend in der St. Elisabeth-Kirche. Hudes Bürgermeister Axel Jahnz erinnerte in seiner Ansprache an die Anfänge der Freundschaft. Man habe die Hoffnung gehabt, die verschiedenen Facetten des Gemeindelebens zusammenzuführen. Er betonte die enge Zusammenarbeit im kulturellen Bereich. „Dafür danke ich dem Huder ,Chörchen’ für seinen intensiven kulturellen Austausch oder auch Flavio Canton, der ebenfalls immer viele Beiträge aktiv mit einbringt“, so Jahnz.
Bewusst außen vor ließ er die finanzpolitischen Querelen Deutschlands und Italiens auf europäischer Ebene. „Da hierfür nicht die Bürger der Kommunen verantwortlich sind, sondern im überwiegenden Maße Finanzmanager“, sagte er. Die Freundschaft zwischen den Gemeinden sei ausgeprägt.
Das sah auch Fiume Venetos Bürgermeister Lorenzo Cella so. Da er nicht persönlich anwesend sein konnte, wurde er von Gemeinderat Flavio Canton vertreten, der sich in der Gemeinde um die Kulturarbeit kümmert. In seiner Rede, die Aldo Stowasser übersetzte, machte er an Beispielen deutlich, wie lebendig die Paragrafen im Partnerschaftsvertrag umgesetzt würden. Gegenseitiges Verständnis und die Schaffung von Völkerverständnis als Vorbild für die Jugend zeichneten die Partnerschaft aus.
Gleich dreisprachig wurde der Festakt bei den Reden von Marcin Deja aus dem polnischen Nowe Miasto Lubawskie und von Beata Petkovic aus dem litauischen Salcininkai. Ihre Grußworte hielten die Vertreter in ihrer Landessprache, die dann auf Deutsch und Italienisch übersetzt wurde.
Für musikalische Unterhaltung während der Feier sorgte das „Chörchen“. Der Chor, der eine lange Freundschaft mit dem Chor „Aquafluminis di Fiume Veneto“ pflegt, sang ausschließlich Stücke auf Italienisch. „Die Stücke sind alles Erinnerungen an Momente mit euch“, sagte Chorleiterin Janneke Hünger in ihrem Grußwort an die italienischen Vertreter.
