HUDE - Bislang reüssierte der bekannte Maler Ole West bei den Huder Celtic Days als Gestalter der Festivalplakate und des Bühnenbildes. Seit Sonntag ist klar, dass der 58-Jährige auch als Musiker zu gefallen weiß. Mit dem Banjo und der Bodhrán-Trommel begleitete er gemeinsam mit Gitarrist Jens Kommnick seine Frau Elke, die beim Familienfest im Kulturhof drei Songs präsentierte.
Während sich die Besucher drinnen an Live-Musik von Workshop-Teilnehmern oder Dozenten erfreuten, ging es draußen handfest zu: Im Außenbereich wurden High- land Games angeboten für Erwachsene und Kinder. Während sich die Kleinen im Sackhüpfen und Gummistiefel-Weitwerfen messen konnten, versuchten die Großen, Baumstämme mit Überschlag wegzuschleudern. Angeleitet wurde das keltische Kräftemessen von Mitgliedern des Whisky-Clubs Scott McQuaich: Dabei kommt es vor allem auf die richtige Technik an, berichtete Karsten Bockholt, der mit Arne Smola das Baumstammwerfen betreute. Karin Lehnau aus Stenum gelang das Kunststück, so viel Schwung in den Abwurf zu bekommen, dass sich der Stamm tatsächlich einmal überschlug. Drei Meter lang ist der runde Holzpfosten für Frauen, vier Meter für Männer.
Alfred Janßen vom veranstaltenden Verein Pro Musica Activa war am Sonntag vollauf zufrieden: Das Festival ist fantastisch gelaufen. Wir haben ein sehr schönes Format gefunden, das nicht aufgebläht, sondern allenfalls qualitativ verbessert werden soll, betonte Janßen. Auf bis zu 2000 schätzt er die Besucherzahl. Alle Veranstaltungen seien sehr gut angenommen worden. Man freue sich über 450 Workshop-Teilnehmer und einen ausverkauften Konzertabend am Sonnabend mit grandioser Stimmung. Dass es beim Konzertabend am Freitag nicht ganz so voll war, verwunderte Janßen nicht schließlich liefen parallel das bretonische Tanzfest im Haus am Bahnhof und der schottische Welcome-Dance in der Sporthalle Hohelucht, die mit jeweils über 100 Gästen sehr gut besucht waren. Dabei hat ihn der Erfolg des bretonischen Festes selber überrascht: Mit so einer Resonanz hätten wir beim ersten Mal nicht gerechnet.
Kaum ein Ende nehmen wollte am Sonnabend die Session im Festival-Club. Rund 40 Musiker Profis und Anfänger nahmen daran im Haus im Bahnhof teil. Der Spaß am gemeinsamen Musizieren sei riesig gewesen, berichtete Janßen. Die letzten Teilnehmer gingen erst um vier Uhr morgens.
All das wäre nicht möglich ohne Sponsoren und ehrenamtliche Helfer: Alfred Janßen dankte den langjährigen Hauptförderern, der OLB und der EWE-Stiftung. Mehr als 80 Menschen darunter viele Jugendliche haben in den vergangenen Tagen mit angepackt.
Nach den Celtic Days ist vor den Celtic Days: Bei der neunten Auflage des Festivals, das vom 10. bis 14. April 2013 stattfindet, wird Irland das Schwerpunkt-Land sein.
NWZTV zeigt einen Beitrag unter http://www.NWZonline.de/tv
@ Ein Spezial unter http://www.NWZonline.de/celtic-days-hude
