Hude - Die letzte Ruhestätte der Herren auf Hude und Elmeloh stand im Blickpunkt bei zwei kleinen Führungen, die am Sonntag im Zuge des Tages der Gästeführung im Oldenburger Land in Hude angeboten wurden. Edith Buskohl, Gästeführerin mit Stern der Touristik-Palette, zeigte insgesamt 55 Interessierten das Erbbegräbnis derer von Witzleben.

Der Familienfriedhof wurde von Christoph Ernst von Witzleben (1751 - 1813) gegründet, nachdem 1804 Napoleon per Dekret untersagt hatte, innerhalb der Stadtmauern, in Kirchen, um die Hospize und Krankenhäuser weiter Beisetzungen vorzunehmen – aus Platzmangel und hygienischen Gründen.

Die Familie von Witzleben, die bis dato eine Gruft in ihrer Patronatskirche St. Cyprian und Cornelius in Ganderkesee nutzte, musste sich eine neue Ruhestätte suchen. Und so entstand der Naturfriedhof gegenüber von der Huder Klosterruine.

Anhand der Inschriften auf den Grab- und Erinnerungssteinen erzählte Edith Buskohl ein wenig aus der Familiengeschichte. Die Führung endete an der Erinnerungsstele für Erwin von Witzleben, der als „Mitverschwörer“ des Hitlerattentates 1944 in Berlin-Plötzensee von den Nazis hingerichtet worden war.  Am kommenden Sonntag, 29. April, können Interessierte im Zuge der Huder „Gartenerlebnisse“ auch den Landschaftspark der Familie von Witzleben bei zwei Führungen um 11 und um 15 Uhr erkunden. Diese Führungen übernimmt die Gutsverwaltung (Eintritt: 4 Euro).