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Gastspiel Mysteriöse Mordserie am Huder Kloster

Christine Henze

HUDE - Ungewohnt lebhaft geht es in diesen Tagen an der Klosterruine in Hude zu. Denn das Theater Naumburg hat seine Zelte vor den kahlen Mauern aufgeschlagen. Eine Bühne ist mit Bahnen aus Pergament und lateinischen Schriftzügen verhängt, die wie Buchseiten auf- und zugeblättert werden können. Auf der Bühne stehen vier Darsteller in Mönchskutten – ein Streifzug ins Mittelalter.

Umberto Ecos historischer Kriminalroman „Der Name der Rose“ feiert am Freitag und Sonnabend, 29. und 30. Juni (jeweils um 20 Uhr), in Hude Premiere. Das Theater inszenierte das Stück aber bereits 2011 im Marientor, einer mittelalterlichen Toranlage in Naumburg. Genau auf diese Kulisse sei das Theaterstück auch zugeschnitten gewesen, sagte Regisseurin Jutta Schubert. Über das Internet ist der Huder Kulturverein „Impuls“ auf die Aufführungen des Theaters aus Sachsen-Anhalt aufmerksam geworden. Die Inszenierung für ein Gastspiel nach Hude zu holen, sei ein langgehegter Wunsch der Gründungsmitglieder gewesen, sagt die Vorsitzende des Kulturvereins, Carola Thurow. Die Organisation hat das Ensemble schließlich nach Hude eingeladen.

In dem legendären Kriminalroman klären William von Baskerville (gespielt von Holger Vandrich) und dessen Gehilfe Adson von Melk (Tobias Weishaupt) den mysteriösen Todesfall eines Mönchs auf. Bei ihren Recherchen stoßen die beiden auf eine Mordserie. Eine Spur führt sie schließlich in die Klosterbibliothek zu einem gefährlichen Buch.

Seit Dienstag probt das vierköpfige Ensemble des „kleinsten Stadttheaters Deutschlands“ – neben ihren männlichen Kollegen stehen Betty Wirtz und Katja Preuß auf der Bühne – nun eifrig an der Klosterruine. Den vier Darstellern wird dabei einiges an spielerischem Können abverlangt, denn sie schlüpfen in 14 Rollen. Die optische Verwandlung perfekt machen die Kostüme sowie lebensechte Latexmasken, die Ausstatter Andreas Becker angefertigt hatte. Zudem agieren die Darsteller als Puppenspieler. Die Bösewichte des Stückes, „der Ketzer-Jäger Bernhard Gui und der blinde Seher Jorge von Burgos kommen als lebensgroße Puppen daher“, so Schubert.

Für beide Aufführungen sind nur noch Restkarten an der Abendkasse erhältlich. „Die Schauspieler sind spielwütig und dass auch bei Regen“, kündigte Thurow an.

NWZ

TV zeigt einen Beitrag zu den Proben unter:

http://www.NWZonline.de/nwztv

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