HUDE - „Man hört wenig, sieht schlecht und hat das Gefühl, als würde man auf Watte laufen“, beschreibt Pflegefachkraft Imke Högermann die Leiden des Älterwerdens, speziell die Folgen eines Schlaganfalls. Gemeinsam mit Svetlana Albert, ebenfalls Krankenschwester, informierte Högermann am vergangenen Sonnabend bei einem Aktionstag im DRK-Seniorenzentrum am Stand der AOK über Prävention, aber vor allem über die Nachsorge im Falle eines Schlaganfalls. Dafür stülpte sie sich Ohrenschützer über die Ohren, setzte eine Schutzbrille auf, stopfte sich Watte unter die Füße und versuchte, den „Sturzparcours“ erfolgreich zu überwinden.

Zum „Tag des Schlaganfalls“ hatte der stellvertretende Kreisverbandsgeschäftsführer des Deutschen Roten Kreuzes, Oliver Brinkhus, von 13 bis 17 Uhr zu verschiedenen Vorträgen und Informationsveranstaltungen eingeladen. „Im vergangenen Jahr haben wir das schon einmal gemacht, heute aber erstmals für die Öffentlichkeit“, berichtete Brinkhus.

Und die Huder kamen gerne – einige, um sich „einfach mal ein bisschen zu informieren“, andere, um Antworten auf die quälenden Fragen zum Verlust eines Angehörigen aufgrund eines Schlaganfalls zu bekommen.

Zunächst stellten Kreisverbandsarzt Dr. Stefan Heidemann das Krankheitsbild des Schlaganfalls sowie Rettungs- und Lehrrettungsassistent Adi Wiebezieck die Anzeichen und Maßnahmen bei einem Schlaganfall vor. Ergotherapeut Stephan Piper und Physiotherapeutin Gabi Hofemann referierten anschließend über Therapien, um die Folgen eines Schlaganfalls zu behandeln. Und schließlich erläuterten der Leiter der DRK-Sozialstation, Roland Schepker, und Imke Högermann Pflegemaßnahmen.

Die Veranstaltung sorgte also für eine Runduminformation zum Thema Schlaganfall. Und drei Wörter blieben in keinem Vortrag ungesagt: „Jede Sekunde zählt!“ „Im Falle eines Schlaganfalls muss man schnell handeln“, unterstrich Roland Schepker noch einmal die Hauptaussage. Bei der immerhin dritthäufigsten Todesursache in Deutschland geht so eine Veranstaltung eigentlich jeden an. „Mehr Besucher könnten es da schon sein“, findet Schepker, der gemeinsam mit Fahrdienstleiter Lars Pophanken jeden neuen Besucher freundlich am Eingang begrüßte. Auch Imke Högermann und Svetlana Albert hatten auf mehr Besucher gehofft, „aber die, die da waren, waren auch wirklich interessiert!“