HUDE - Nach 50 Jahren Ehe erkennen Rita und Rudolf Kolodzie die Stimmung des Partners schon an Kleinigkeiten. Ihre Gedankengänge sind ähnlicher geworden. Heute feiert das Paar seine Goldene Hochzeit.

Kennen gelernt haben sich die Jubilare schon als Jugendliche in der katholischen Jugendgruppe. „Bei uns hat es gleich gefunkt“, erinnern sich die Beiden. Rita und Rudolf Kolodzie stammen ursprüngliche aus Schlesien. Sie kamen 1946 als Flüchtlinge nach Hude. „Heute könnte ich mir nicht mehr vorstellen, an einem anderen Ort zu leben“, betont Rita Kolodzie. Ihr Haus in der Schlesierstraße ist für das Ehepaar ein Paradies. „Wir hatten das Glück, während unserer Ehe nicht ein Mal umziehen zu müssen“, berichtet Rudolf Kolodzie. Nach der Verlobung im Jahr 1956 begann der gelernte Maurer 1957 mit dem Bau des gemeinsamen Hauses. Im Sommer 1958 kurz vor der Hochzeit war das zukünftige Heim fertig gestellt. An ihren Hochzeitstag erinnert sich das Paar gerne. Die Hochzeit feierten die damals 23-Jährigen mit der Familie im leer geräumten Wohnzimmer.

Im Laufe der Ehejahre musste das Haus erweitert werden. Vier Töchter und ein Sohn erfüllten das Heim mit Leben. „Unsere Kinder sind unser größter Stolz“, betont das Ehepaar einstimmig. Verbunden sind sie aber auch durch ihr gemeinsames Hobby: den Garten. Sie sitzen gerne auf ihrer Veranda und genießen den Blick ins Grüne. 50 Jahre lang haben sie außerdem gemeinsam im Kirchenchor gesungen.

Rita und Rudolf Kolodzie würden jeder Zeit wieder heiraten. „Wir sind in der gemeinsamen Zeit zusammen gewachsen“, sagt Rudolf Kolodzie. Gerade die schweren Jahre zu Beginn der Ehe haben das Paar zusammengeschweißt. Lange getrennt waren Rita und Rudolf Kolodzie während ihrer Ehe nie. Vor der Hochzeit arbeitete die gelernte Kindergärtnerin in einem Kinderheim auf Wangerooge. In dieser Zeit reiste ihr Verlobter durch Deutschland und arbeitete als Maurer.

Seinen Ehrentag feiert das Ehepaar gemeinsam mit der Familie. Am Sonnabend wird im kleinen Kreis auf die Goldene Hochzeit angestoßen.