HUDE - Ideen und Anregungen will die Kirchengemeinde aufgreifen. Am kommenden Donnerstag findet eine „Zukunftswerkstatt“ statt.
Von Tjalke Weber
„Kirche – lebt sie schon oder träumt sie noch? Von der Zukunft der Kirche“ – unter diesem Motto stand am Sonntagnachmittag der „Gottesdienst – mal anders“ in der Huder Elisabeth-Kirche. Gemeinsam mit Brigitte Glawe-Krickhahn, Ellen Graumann, Johannes Fritsch und Achim Niederbrüning hatte Pastorin Dörte Kramer den Gottesdienst vorbereitet. Bereits beim Betreten der Elisabeth-Kirche schauten sich die Besucher verwundert um: An der Kirchendecke hingen mit Gas gefüllte, bunte Luftballons, die mit langen Schnüren etwa an Taufbecken oder Kanzel festgebunden waren.
Der Gottesdienst selbst war denn auch wirklich „mal anders“. So wurden die Luftballons heruntergeholt und an ihnen hängende Texte zur Kirche und ihrer Zukunft verlesen, per Beamer zwei kurze Filmausschnitte gezeigt, und der Gospelchor trat ebenfalls „mal anders“ auf. Außerdem gab es keine Predigt, sondern die rund 40 Gottesdienstbesucher fanden sich in vier „Zukunftsecken“ zusammen. Dort wurde in kleinen Gruppen über den Zukunftskongress in Wittenberg 2006 gesprochen sowie über Fragen wie „Was wollen wir als Mitglieder der Kirche von ihr?“ und „Was würden wir ohne Kirche vermissen?“
Die Gottesdienstbesucher schrieben nach dem Gedankenaustausch und so manch begonnener Diskussion in den Zukunftsecken ihre Wünsche und Visionen für die Zukunft der Kirche auf kleine Kärtchen mit dem Bibeltext des Sonntags. Die Kärtchen wurden ebenfalls an Luftballons gebunden. Nach dem Gottesdienst ließen alle ihre Zukunftswünsche in den Himmel aufsteigen.
Insgesamt waren die Besucher angetan von der etwas anderen Art des Gottesdienstes. „Ich finde es gut“, sagte etwa Ingrid Biermann. „Der Gottesdienst ist aufgelockerter. So einen Gottesdienst sollte es ruhig ab und zu geben.“ Auch Florian Putzke und Philipp Bastenhorst, beide 13 Jahre alt und Konfirmanden, waren gekommen. „Es ist anders als im normalen Gottesdienst oder Jugendgottesdienst“, fanden beide. Auch viele ältere Besucher begrüßen es, dass der Gottesdienstablauf etwas lockerer ist. „Und weil der Gottesdienst erst um 17 Uhr beginnt, konnte ich morgens mal richtig ausschlafen“, freute sich eine Besucherin.
Die Ideen und Anregungen aus den Zukunftsecken sollen aufgegriffen und ergänzt werden bei einer Zukunftswerkstatt am Donnerstag, 24. Mai, um 19 Uhr in der Pastorei, zu der Pastorin Dörte Kramer herzlich einlädt. Dann gibt es auch den Film „Das Ende der Gemütlichkeit“ ganz zu sehen, aus dem am Sonntag Ausschnitte gezeigt wurden.
Der nächste „Gottesdienst – mal anders“ ist für den 9. September geplant.
