Hude - Der Jugendgottesdienst am 13. März war der letzte Gottesdienst in der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Hude, der von den Menschen besucht werden konnte. Seitdem waren Gottesdienste und jegliche Veranstaltungen untersagt, um die Corona-Pandemie einzudämmen. „Die Kirchengemeinde hat sich dem mit Überzeugung angeschlossen. Die Menschen zu schützen, die besonders gefährdet sind, ist eine Kernbotschaft des christlichen Glaubens“, sagt Pastor Reiner Backenköhler.

Das kirchliche Leben habe aber nicht stillgestanden. Viele Angebote, von Video-Andachten bis zu Worten zum Mitnehmen, Andachten zum Mitlesen auf der Homepage und Briefen an die Senioren, sorgen seitdem dafür, dass laut Backenköhler „Kirche und Menschen miteinander in Kontakt bleiben“.

Nun haben Bund und Länder erste Lockerungen für das gottesdienstliche Leben beschlossen. Der Krisenstab der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Oldenburg hat in Eckpunkten festgelegt, wie in diesen besonderen Zeiten Gottesdienste möglich sein können. Und die Huder Kirchengemeinde geht diese ersten Schritte mit.

Darum wird es am kommenden Sonntag ein erstes gottesdienstliches Angebot geben. „Wir können nicht einfach fortsetzen, was vor der Pandemie möglich war. Die Gottesdienste werden anders sein, noch mit Beschränkungen. Aber hier zeigt sich, dass Kirche wandelbar ist und immer einen Weg zur Lebendigkeit sucht“, betont der Huder Pastor.

Am 10. Mai bietet die Kirchengemeinde zwei halbstündige Andachten in der St. Elisabeth-Kirche an: Um 15 Uhr und um 16 Uhr. Die Gottesdienste werden gestaltet von Pastorin Birte Wielage und Pastor Reiner Backenköhler, den Musikern Mila und Alexander Potiyenko und Mitgliedern des Kirchenrates.

Um an einer dieser Andachten teilnehmen zu können, ist eine telefonische Anmeldung im Kirchenbüro erforderlich: An diesem Donnerstag zwischen 15 und 18 Uhr und am Freitag zwischen 9 und 12 Uhr können sich Interessierte unter der Rufnummer 04408 923192 melden, wenn sie an einer der Andachten teilnehmen möchten.

Die Zahl der Teilnehmenden ist je Andacht auf 25 Personen begrenzt. Jede Besucherin und jeder Besucher bekommt soviel Platz, dass der Abstand gewahrt bleibt. Auf dem Weg zum Sitzplatz ist eine Mund- und Nasenmaske erwünscht, die während der Andacht dann abgenommen werden kann, erklärt der Pastor. Für alle diejenigen, die nicht kommen können, werden die Ansprachen der Pastoren aufgezeichnet und ab Montag auf dem YouTube-Kanal der Kirchengemeinde zu sehen sein.

„Dieses Angebot ist ein erster zaghafter Schritt auf einem Weg mit vielen Stufen. Die Kirchengemeinde will ihn gemeinsam gehen mit den Menschen in Hude. Weitere Angebote werde folgen“, so Backenköhler.