HUDE - HUDE/LD/KOS - Freunde des Blues‘ sollten sich den 7. Mai im Kalender rot markieren und den Abend freihalten. An diesem Sonnabend werden nämlich ab 20.30 Uhr in der Begegnungsstätte Kulturhof in Hude, Parkstraße 106, gleich zwei musikalische „Leckerbissen“ serviert. Neben der heimischen Gruppe „Silesian Soul Syndicate“ tritt der US-amerikanische Sänger Bruce Lewis auf.
Das „Soul Syndicate“ ist dem Huder Publikum bereits seit dem Konzert zum deutsch-polnischen Forum im Mai vergangenen Jahres bekannt. Die Gruppe um den im oberschlesischen Gleiwitz (Gliwice) geborenen und heute in Hude lebenden Gitarristen Jasio Schlesier (bürgerlich: Janusz Tondygroch) präsentiert ihre neue CD, auf der Schlesier zum ersten Mal ausschließlich deutsche Texte versammelt hat. Mit von der Partie sind Gitarrist Mariusz Tondydroch, der Bassist Andy Nielsen und Schlagzeuger Jürgen Wackwitz. Dazu Organisator Martin von Maydell vom Huder Verein „Pro Musica Activa“: Die Musiker mit teilweise jahrzehntelanger Blues-Erfahrung bieten ein spannendes Konzept vom einfachen, „groovenden” Blues über rockige Titel bis hin zum Jazz-Funk.
Ersten Kontakt mit der Welt des Blues bekam Jasio 1968 durch den „Vater der polnischen Blues-Szene“, Andrzej Urny, dem Gitarristen der Kattowitzer Gruppe „Krzak“. Bis 1988 sammelte er musikalische Erfahrungen in verschiedenen Blues- und Rock-Bands und emigrierte dann nach Deutschland, wo er über West-Berlin und Delmenhorst nach Hude kam, wo er sich zunächst der Band „Ost-West-Kontakte“ des Huder Blues-Doctors Manfred Paul Galden anschloss.
Der aus dem US-Bundesstaat Kentucky stammende Gitarrist und Sänger Bruce „Bhuba“ Lewis überzeugt durch virtuoses Spiel, für das er 1995 als bester Picking-Gitarrist Amerikas ausgezeichnet wurde. Dieses Spiel in Kombination mit seinem Gesang erzeugt genügend Groove und Klangfülle, um bequem auf weitere Instrumente oder auf Schlagzeug verzichten zu können.
Lewis bringt viele musikalische Stilrichtungen aus Amerika zusammen: Blues, Rhythm & Blues, Gospel, Funk sowie die in einigen Regionen stark verwurzelten „Hillbilly“- und „Rockabilly“-Elemente. Er ist ein bodenständiger singender Verkünder des großen klassischen amerikanischen Idioms und bewegt sich gerne zwischen „schwarzer“ und „weißer“ Musik mit dem Widerhall seiner entfernten indianischen Herkunft.
Das Konzert zu Gunsten des Fördervereins „Pro Musica Activa“ kostet zehn Euro (ermäßigt acht). Karten sind im Vorverkauf erhältlich beim Musikhaus „Haste Töne“, Telefon 04408/809 802.
