HUDE - Ralph Coquette und Stefan Isenberg sind gut drauf. „Buenos Noches!“ rufen die beiden in die Runde der „Havana Club Nacht“ im Huder Allegro und fangen an zu spielen.
Nancy Sinatras „These Boots are made for Walking“ rockt. Die beiden Musiker sind perfekt aufeinander abgestimmt: Isenbergs Stimme kratzt förmlich über den Boden und verursacht Gänsehaut, während er sich stetig auf der Gitarre begleitet. Gesanglich unterstützt wird er stellenweise von Coquette, der jedoch mit seinen Schlagzeugsolo noch viel mehr beeindruckt. Dann zückt Isenberg seine Mundharmonika und spielt, als handele es sich bei dem Instrument um seine zweiten Stimmbänder.
Schon zu Veranstaltungsbeginn war das Allegro gut gefüllt. 40 Tische seien schon im Vorfeld reserviert worden, freute sich Ralph Coquette vor dem Auftritt von „Friendly Jammin“, wie sich Coquette und Isenberg nennen.
Das Konzert begann Stefan Isenberg solo und spielte „wie versprochen“ den Animals-Hit „The House of the Rising Sun“. Gemeinsam spielten dann beide Musiker Songs, wie „Guantanamera“ von José Martí oder „Dont let me be missunderstood“, wieder von den Animals.
Nicht nur das Duo Coquette/Isenberg begeisterte das Publikum. Zu einem der Highlights des Abends wurde ein Wechsel in der Besetzung: Zu Uriah Heeps Song „Lady in black“ gab Ralph Coquette seine Drumsticks an Tom Hermann, Sohn von Sängerin Sabine Hermann und Coquettes Schlagzeugschüler, ab und Tom durfte zeigen, was er im Unterricht gelernt hat.
Anschließend überließ Tom seinem Lehrer wieder das Feld und Coquette präsentierte zusammen mit Isenberg weitere Hits der 60er und 70er Jahre. Die Mischung des Abends kam beim Publikum an: Mit ein wenig Fantasie fühlte man sich, als säße man direkt unter Palmen am kubanischen Strand. . .
