HUDE - Der Kulturhof war ein bisschen düsterer als sonst. Die Türen zum großen Innenraum waren mit dunkler Folie abgeklebt, so dass jeder erst einmal durch einen langen Gang gehen musste, um in den Konzertraum zu kommen. Dort erwartete einen dann das dämmrige Licht der Scheinwerfer und Rockmusik aus Boxen bereitete auf die folgenden Stunden vor.
Denn am Sonnabend ab 19 Uhr war vor allem die Huder Jugend Zeuge eines nicht alltäglichen Ereignisses in Hude. Vier Rockbands aus Oldenburg und Bremen zeigten fast sechs Stunden lang, wie sie dem Titel „Hude rocks“ alle Ehre machen.
Den Auftakt des Abends machten „Broken Delivery“. Die Oldenburger Band mit Sängerin Mine Kae sorgte für gute Stimmung bei den noch recht wenigen Besuchern. Die jungen Musiker aus Oldenburg spielten fast eine Stunde lang, bis sie dann von der vierköpfigen Band BLxINxD (Blessed in Disguise) abgelöst wurde.
Obwohl die Technik zu wünschen übrig ließ und einige der Zuschauer über eine viel zu hohe Lautstärke klagten, spielten Blessed in Disguise sogar noch zwei Zugaben und ernteten viel Applaus. „Hude war wie Bowlen, reinkommen und abräumen!“ sagt Sänger Lorenz Anders anschließend.
Die Bremer Band Stu!Shit enterte mit ihrem „Melodic Punkrock“ als Nächstes die Bühne. Bassist Julian und Co. machten nicht nur tolle Rockmusik, sondern führten in Hude auch einige Neuerungen ein, wie die „Wall of Death“ oder die „Hardcore-Polonaise", bei der das Publikum eine geschlossene Polonaise im Rennen macht.
„Auf Sushi Drive In freue ich mich besonders, die sind immer so lustig!“ bemerkte Marlene Eichler, 19, aus Hude, nachdem Stu!shit gegen 23 Uhr die Bühne räumten. Mit ihren Erwartungen lag Marlene richtig, denn „die Sushis“ bringen nicht nur musikalisch eine tolle Leistung, auch mit ihrem Humor und ihrer Spontanität begeistern sie die Menge. „Das war immer mein Traum!“ ruft Gitarrist Christian Westermann, als die beiden Organisatoren Robyn Engelhardt und Ulf Hedenkamp Damenunterwäsche auf die Bühne werfen und damit den Rockbandstatus von Sushi Drive In komplett machen.
So war „Hude rocks“ ein gelungenes Projekt, das bei den Huder Jugendlichen gut ankam, und auch die 18-jährige Sarah Mayer aus Wardenburg meinte „Der Abend war total klasse!“. „Besser als Woodstock“ resümiert Ben Santana, Sänger der Band Sushi Drive In und auch der Rest der Band fand „Hude rocks“ „superschön“. Für alle, die das Konzert am Sonnabend verpasst haben, wird „Hude rocks“ demnächst auch auf DVD erscheinen. So etwas solle es öfters in Hude geben, sagte Svenja Kaiser aus Wardenburg und auch die Veranstalter meinen: „Es war ein toller Abend, der auf jeden Fall bald wiederholt werden sollte!“
