HUDE - Genau zwei Stücke brauchten die Huder Gospelsingers, um „warm zu laufen“. Zum einen, weil die mehr als 40 Sängerinnen und Sänger von „drauß aus der Kälte“ mit rotgefrorenen Nasen singend in die St. Elisabeth-Kirche einmarschierten, zum anderen, weil sich doch angesichts der voll besetzten Kirche hier und da Lampenfieber breit machte.

Zu „Gospelmusik im Advent“ hatten die Gospelsingers Montagabend eingeladen, das Konzert war schon nach wenigen Tagen restlos ausverkauft. Eine halbe Stunde vor Konzertbeginn reichte die Besucherschlange von der kleinen, improvisierten Kasse bis zur Kirchstraße.

Bekannte Hochform

Aber schon während des dritten Liedes „Worthy“ kehrte der Chor zu seiner bekannten Hochform zurück und zog die Zuhörer mit kraftvollen Liedern in seinen Bann. Der Gospelchor brachte die gesamte Bandbreite seines Könnens zu Gehör: Ruhige Lieder über Sterne und Gebete, besinnliche Stücke, die von der Weihnachtszeit erzählten, bewegende Lieder wie „You raise me up“ oder „Engel“ von und mit Sabine Hermann, bei denen im Publikum auch schon einmal eine Träne floss.

Mit Liedern wie „Time to celebrate“, „Rudolph, the red-nosed reindeer“ oder „Oh happy day“ sorgten die Gospelsingers immer wieder dafür, dass der Abend nicht zu rührselig wurde, das Publikum brauchte zum Klatschen und Mitsingen nicht extra aufgefordert zu werden.

Bei der adventlich rot-weißen Dekoration des schwarzen Outfits zeigten die Chormitglieder Phantasie, Christbaumkugeln zierten Hemden und Ohren, Nikolausmützen wippten am Hals oder auf dem Kopf, rotes Lametta glänzte im Scheinwerferlicht.

Zu „My Way“ nach Hause

Chorleiterin Uta Rose moderierte den Abend, und ihre Ansagen zu den einzelnen Stücken waren, wie immer, individuell und überaus charmant. Dabei erfuhren die Zuhörer, wie einzelne Stücke entstanden sind, welches die Lieblingslieder der HuGos sind, wie Solist Helmut Leiding an seine „große Rolle“ in dem Lied „Leave a little room for God“ gekommen ist.

Roses Ansagen schafften Nähe zum Publikum und trugen zur Erheiterung bei. Insbesondere ihre improvisierte musikalische Verabschiedung des Publikums sorgte für allgemeine Belustigung. Auf die Melodie „My Way“ von Frank Sinatra wünschte sie allen einen guten Heimweg und ein geruhsames Weihnachtsfest.

Langanhaltender Applaus verabschiedete nach vier Zugaben den Chor und die Solisten Sabine Niehaus, Sandra Neermann, Nicole Punschke, Terry Egan und Helmut Leiding, Sabine Hermann und Chorleiterin Uta Rose.

Ein Dank ging an den Huder Musiker Arndt Baeck, der vor und während des Konzertes dafür sorgte, dass die Technik in der Kirche reibungslos funktionierte.