HUDE - Vor genau zwei Jahren wurde sie von Musiker Arndt Baeck und Gastwirt Jens Burgdorf aus der Wiege gehoben: Im April 2009 startete die Veranstaltungsreihe „Live-Musik in der Remise“. Viel hat sich seitdem nicht geändert. Die Live-Konzerte in gemütlicher Pub-Atmosphäre finden jeweils am ersten Dienstag im Monat statt, sie sind immer gut besucht, und die spannende Bandbreite und die Vielseitigkeit des Angebotes sowie die Nähe zu den Musikern lockt Monat für Monat „Stammpublikum“ herbei – aber auch immer wieder neue Gäste.

Was sich geändert hat im Laufe der Zeit, ist der Ort für die Auftritte. Je nach Wetterlage und erwartetem Besucheransturm wird hin und wieder ausgewichen in die schräg gegenüber der Remise liegende historische Wassermühle. Gut gefüllt mit mehr als 70 Besuchern war die Wassermühle auch wieder am Dienstag: Der Huder Musiker und Multi-Instrumentalist Stefan Isenberg und der Wardenburger Sänger, Gitarrist und Songschreiber Thomas Luhmann hatten zu einem Abend mit „ChanSongs“ eingeladen und knüpften damit an ihr erstes gemeinsames Konzert vor genau einem Jahr an.

Diesmal waren ausschließlich Lieder, Songs und Chansons aus der Feder von Thomas Luhmann zu hören. Der Musiker aus Wardenburg komponiert und textet seine Songs selber. Sein Repertoire besteht mittlerweile aus mehr als 150 Stücken und reicht von klassischen Chansons über Folk, Rock und Jazz bis hin zu Kinderliedern.

Mit dem Programm „ChanSongs“ überzeugten die beiden Musiker mit einer Mischung aus poetischen Liedern und wortgewaltigen Geschichten. Der Abend begann mit Stücken, die von den dunklen Seite des Lebens handelten. War der Song „Adieu, mein Freund“ aber noch eher schwermütig, kam „Die Nacht“ über „eine Freundin mit dunklem Kleid“ augenzwinkernd daher. Nach und nach wurde es leichter, die helleren Seiten des Lebens handelten unter anderem von „Beziehungen“ und auch von Schmetterlingen im Bauch. Mit seinen Texten trifft Songwriter Luhmann stets den Nagel auf den Kopf, er schaut hin, liebevoll, ironisch, distanziert, seine Balladen sind musikalische Erzählungen mit Tiefgang.

Zwischen den Lieder gab es immer wieder kurze „Umbaupausen“, die Stefan Isenberg benötigte, um seine 35 unterschiedlichen Percussion-Instrumente zu arrangieren. Seine Improvisationen wechselten sich mit spontanen Einfällen ab und rundeten die Songs auf anspruchsvollste Weise ab.

Am 3. Mai ist Stefan Isenberg im Rahmen von „Hude live“ noch einmal zu sehen und zu hören, dann in Begleitung von Kerstin Döring. Thema ist „Musik und Poesie“.