HUDE - HUDE/KOS - „Jetzt hat sie schon wieder einen Preis bekommen Aber ich habe schon so viele Schabracken, dass ich damit sämtliche Fenster offen halten kann“, sagte die damals 90-jährige schwedische Schriftstellerin Astrid Lindgren, als sie zur „beliebtesten Schwedin des Jahrhunderts“ gewählt wurde.

Die am 28. Januar 2002 im Alter von 94 Jahren verstorbene Autorin hatte, wie sie immer wieder in Interviews hervorhob, „diese Weltberühmte, diese Astrid Lindgren“ satt. „Das bin ich nicht“, sagte sie. Aber wer war sie dann?

Darauf versucht am kommenden Sonntag, 24. April, das Hamburger Ensemble „Tityre“ eine Antwort zu geben, das auf Einladung des Huder Kunst- und Kulturvereins „Impuls“ ab 19.30 Uhr im Forum der Peter Ustinov-Schule am Huder Bach gastiert. Das nach einem Flöte spielenden griechischen Hirten benannte Ensemble besteht aus Anette Hermeling (Flöte), Bettina Pfeifer (Klavier), Judith Lehrig-Stampa (Oboe) und der Sprecherin Sabine von Rothkirch. Das Ensemble präsentiert Kammermusik in Zusammenhang mit ausgewählten literarischen Texten von Lindgren.

Gezeigt wird eine unbekannte Astrid Lindgren, die im Gespräch mit sich selbst ihr Leben Revue passieren lässt. Unterbrochen werden die melancholisch-bissigen Selbstgespräche von Kompositionen von Wolfgang Amadeus Mozart – für den Lindgren eine besondere Vorliebe hatte – sowie Edvard Grieg, Jean Sibelius, Carl-August Nielsen und Trygve Madsen.

Karten gibt es im Bürger-Service-Büro und an der Abendkasse.