HUDE - HUDE/SHS - Das Hamburger Ensemble „Tityre“ trat am Sonntagabend auf Einladung des Huder Kunst- und Kulturvereins „Impuls“ im Forum der Peter Ustinov-Schule am Huder Bach auf. Die nach einem Flöte spielenden griechischen Hirten benannte Gruppe besteht aus Annette Hermeling (Flöte), Bettina Pfeiffer (Klavier), Judith Lehrig-Stampa (Oboe) und der Sprecherin Sabine von Rothkirch.

Von Rothkirch versprach dem Publikum, dass es eine ungewöhnliche Astrid Lindgren „zu Gesicht bekommen“ würde. Nicht die Literatur, sondern das Leben der berühmten Schriftstellerin sollte an diesem Abend im Mittelpunkt stehen.

Die Sprecherin, auf einen Stock gestützt, spielte die Rolle der 93jährigen Astrid Lindgren so überzeugend, dass der Zuschauer den Eindruck hatte, es würde wirklich die schwedische Autorin zu ihnen sprechen. Diese Lindgren war es leid, in Interviews immer auf die selben Fragen antworten zu müssen. „Ob ich Pippi bin?“ fragte von Rothkirch im Selbstgespräch. „Ja, das bin ich. Wie viel Pippi ich bin? Eins zu eins. Sagen wir 100 Prozent“. Die Sprecherin ließ das Leben der 2002 verstorbenen Schriftstellerin Revue passieren und wandelte den Anfang von „Wir Kinder aus Bullerbü („Ich heiße Lisa...“) um in „Ich heiße Astrid und bin ein Mädchen. Ich bin 17 Jahre alt und werde bald 18....“. Damit spielte sie auf Lindgrens frühe Schwangerschaft an.

Unterbrochen wurden die melancholisch-bissigen Selbstgespräche durch Musikstücke skandinavischer Komponisten wie Edvard Grieg, Jean Sibelius und Carl Nielsen. Doch auch eine Sonate von Wolfgang Amadeus Mozart war dabei – für ihn hatte Astrid Lindgren eine besondere Vorliebe.