Hude - Wenn Männer und Frauen mit Kettensäge, Hammer, Beitel und anderen Geräten schwere Eichenstämme bearbeiten, um daraus spannende Skulpturen entstehen zu lassen, dann ist wieder Bildhauer-Symposion in Hude. Bereits das neunte Mal ist der Klosterort Gastgeber des internationalen Treffens. „Eine sehr kulturaffine Region“, lobt Bildhauer Thorsten Schütt aus Friedeburg-Horsten das Huder Umfeld. Schütt organisiert die Veranstaltung bereits zum vierten Mal. Er hat diese Aufgabe vom Künstler Wolf E. Schultz übernommen, der Ideengeber des Symposions war. 1990 fand es erstmals in Hude statt.

Thorsten Schütt freut sich auf viele spannende Begegnungen mit den Künstlerkollegen und auch mit den Interessierten, die an allen Tagen den Bildhauern bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen können. Es ist eine offene Veranstaltung. Wer möchte, kann das Entstehen der Skulpturen live mitverfolgen. Viele Gäste nutzten in den vergangenen Jahren diese Gelegenheit.

Thorsten Schütt ist es wieder gelungen, renommierte Kolleginnen und Kollegen nach Hude zu holen. Andres Klimbacher kommt aus Österreich, Martina Kreitmeier aus Bayern und Volker Sesselmann aus Thüringen. Aus Frankreich reist Michel Renaud an. Untergebracht sind die Künstler in privaten Gastfamilien, wie Regina Wolff berichtet, die vonseiten des Rathauses das Symposion betreut.

Nach einem Eröffnungsabend mit einer Begleitausstellung im Rathaus am Sonntag, 12. August, startet das Symposion. Ab Montag, 13. August, werden die Künstler eine Woche an ihren Werken arbeiten. Die Abschluss-Präsentation soll am Samstag, 18. August, sein. Die in Hude frisch entstanden Werke können auch erworben werden.

Der Zweckverband wird den fünf Bildhauern acht Eichenstämme zur Verfügung stellen, aus denen sie auswählen können. Es sind Stämme, für die nicht extra Bäume umgesägt werden mussten. Sie stammen von Bäumen, die der Sturm gefällt hat, hieß es, als Bürgermeister Holger Lebedinzew und Bildhauer Thorsten Schütt das Programm des Symposions vorstellten. Mit dabei waren auch die Sponsoren, ohne die eine solche Veranstaltung laut Lebedinzew nicht möglich wäre. Er nannte die LzO, die Firma Labom, die Kulturstiftung der Öffentlichen Versicherungen und EWE-Netz.

Das Symposion rücke das Bildhauerhandwerk in den Blickpunkt der Öffentlichkeit, so der Bürgermeister. Hude als „Kulturhauptstadt im Landkreis Oldenburg“ sei durch seine vielfältigen kulturellen Aktivitäten dafür bestens geeignet. Leider stehe in diesem Jahr der Rathauspark aufgrund des Bauvorhabens für Rettungswache und Polizei nicht zur Verfügung. Als ein von viel Grün eingefasster Veranstaltungsort dient deshalb diesmal die Wiese beim Vereinsheim des Luftsportvereins Hude am Vielstedter Kirchweg 1. Lebedinzew dankte dem Vereinsvorsitzenden Michael Schläger.

Nun sind alle sehr gespannt, was im August an Kunstwerken beim Bildhauertreffen entstehen wird. „Ein Thema wurde nicht vorgegeben“, so Organisator Thorsten Schütt. Die einzige Vorgabe: Alles in Eiche!

Klaus Derke
Klaus Derke Redaktion Hude