HUDE - „Wir können auch anders“, behaupteten die drei Musiker Silke Grosholz, Janneke Hünger und Thomas Naefe, die auf den diesjährigen Celtic Days flöteten, schottisch tanzten und die Bands auf dem Klavier begleiteten.

Dafür traten sie am Sonntagnachmittag, ein wenig abseits der Celtic Days, umgehend den Beweis an und begrüßten mehr als 40 Zuhörer zu einem Barock-Konzert im Gemeindehaus der katholischen Kirche an der Breslauer Straße in Hude. Bei diesem Konzert demonstrierten die Flötistin und Pianistin Grosholz sowie Janneke Hünger und Thomas Naefe mit ihren Flöten auf eindrucksvollste Weise, dass Freunde der irischen und schottischen Musik nicht zwangsläufig nur Guinness trinkende und im Schottenrock tanzende Spaßvögel sind, sondern natürlich auch ernstzunehmende, klassisch ausgebildete und hervorragende Musiker.

Kennen gelernt hatten sich die Freunde der keltischen Musik und Lebenskultur auf einem Seminar für schottischen Tanz, ein Wiedersehen gab es im vergangenen Jahr in Hude – natürlich auf den Celtic Days. Danach blieben die Musiker Silke Grosholz und Thomas Naefe aus Poing bei München in regelmäßigem Kontakt mit Janneke Hünger aus Hude.

Die Idee für ein gemeinsames Barock-Konzert in diesem Jahr „am Rande der keltischen Vergnügungen“ wurde erst vor einigen Wochen geboren, geprobt wurde nur wenige Male.

Dennoch stellten die drei Musiker ein nachmittagsfüllendes Programm auf die Beine, welches der Blütezeit der Blockflötenmusik, dem Barock, gewidmet war. Mit einem bunten Reigen voll qualitativ hochkarätiger Barockmusik, unter anderem mit Werken von J. S. Bach, G. P. Telemann und A. Corelli, entführte das Trio seine Zuhörer in das frühe 18. Jahrhundert.