HUDE - Der alte Wächter, Agathe Grünwange und der verliebte Olav – sie alle sind bekannte Gesichter aus der Ausstellung „Waldgeister“ im Huder Rathaus. Ausgestellt wurden dort Fotografien des Huder Künstlers Wolf E. Schultz. Der Bildhauer ist bis weit über die Grenzen der Klostergemeinde hinaus bekannt. Nachdem Schultz die rund 40 Waldgeister auch mehrfach an anderen Orten ausgestellt hat, gibt es jetzt drei Motive aus der Reihe „Waldgeister“ in Hude als Postkarte zu kaufen .

In einem Berliner Szeneladen im Bezirk Prenzlauer Berg werden die Karten bereits seit einiger Zeit verkauft. „Schön, dass die Waldgeister nun wieder nach Hude kommen“, so Schultz.

„Wir freuen uns, ab dem 25. April die Waldgeister-Postkarten von Wolf E. Schultz exklusiv in Hude anbieten zu können“, sagt Gerburg Schaller von der Buchhandlung Lesen und Mehr.

Seit mehreren Jahren befasst sich der Huder Künstler mit den „Geistern des Waldes“. Seine Inspiration bekommt er oft bei langen Spaziergängen. „Bei einer Wanderung durch den Hasbruch fühlte ich mich beobachtet“, sagt Schultz. Beim genauen Hinsehen habe er die Beobachter in den Borken der Bäume versteckt gesehen. „Ich beobachtete zurück und fotografierte sie“, meint er.

So entstanden mittlerweile tausende von Aufnahmen. Schultz möchte auch Kinder für den Blick in den Wald und den Gebrauch ihrer Fantasie begeistern. Bei Führungen macht er immer wieder Kindergruppen auf die versteckten Gesichter in der Rinde der Bäume aufmerksam.

Erstrebenswert ist es für Schultz, wenn nicht nur die Gesichter gesehen werden, sondern zeitgleich auch der Baum. Dies ist dann eine „erweiterte Sicht der Dinge“ so der Bildhauer und Fotograf.

„In meiner Arbeit will ich echt sein, bei mir selbst sein, das heißt authentisch sein – ohne Gedanken an den Markt oder andere Fremdbestimmungen“, sagt Schultz.

Seit 1972 gab es über 100 Einzel- oder Gruppenausstellungen des Huder Künstlers in Galerien, Museen und Kunstvereinen. Er trat in verschiedenen Radio- und TV-Sendungen auf. Auch eine eigene DVD, eigene Kataloge sowie zahlreiche Gemeinschaftskataloge in denen er vertreten war, wurden produziert. Bisher hat er mehr als 1000 Skulpturen und Plastiken aus Holz, Stein, Bronze, Stahl, Aluminium und Kupfer erschaffen.

Rund 750 Arbeiten des Künstlers stehen im privaten und öffentlichen Raum im In- oder Ausland. Viele l seiner Kunstwerke stehen am Skulpturenufer entlang des Huder Bachs.

Dass viele seiner Objekte hier nicht für die Ewigkeit geschaffen sind, damit hat der Huder kein Problem. „Dann ist das eben so“, sagt Schultz lapidar.