Hude - Es war zu erwarten gewesen: Die Fans des literarischen Duos Ulrike Noltenius aus Osnabrück und Detlef Welker aus Hude waren zur Stelle, als die beiden ihre Lesung am späten Mittwochabend in der Huder Klosterremise begannen. Den beiden aktiven Mitgliedern des Freien deutschen Autorenverbands (FDA) Nord, der die Reihe „Literatur in der Remise“ allmonatlich organisiert, winkte ein Heimspiel.

Ulrike Noltenius eröffnete den Reigen mit einer musikalischen Darbietung, der einige Gedichte von Detlef Welker folgten. Auch im Weiteren wechselten sich Autor und Autorin ab. Da Welker, bedingt durch eine Sehnenscheidenentzündung, nicht Gitarre spielen konnte, fiel ihm der Großteil des literarischen Programms zu, während Noltenius den musikalischen Part dieses Mal alleine übernahm. Sie brachte nur eine autobiografische Erzählung zu Gehör. Auch Welker trug zwei Erzählungen vor. Eine hatte, ebenso wie die Geschichte von Noltenius, ein ernstes Thema. Überhaupt, so die Feststellung der Zuhörer, lag der Schwerpunkt dieses Mal auf den ernsteren Seiten des Lebens. Sie wurden jedoch in den Geschichten sprachlich meisterhaft dargestellt – und die Zuhörer zeigten sich tief berührt. Bei einigen wurden eigene innere Saiten zum Klingen gebracht.

Dennoch kam der Humor ebenfalls nicht zu kurz. In Welkers zweiter Kurzgeschichte, einer Satire, spielte er mit Wörtern und Sprachelementen, dass es eine Freude war. Seine eigene Lust an der Sprache kam dadurch deutlich zum Ausdruck.

Nach dem Schlusslied von Ulrike Noltenius mit ihrer raumfüllenden Stimme gab es viel verdienten Beifall für das Autorenduo. Beide versprachen, die Remise im kommenden Jahr mit ihrem neuen Programm zu besuchen.