Hude - Viel Lokalkolorit erfuhren die Zuhörer bei der Lesung der Huder Autorin Andrea Wendeln am Mittwochabend in der Klosterremise. In der Reihe „Literatur in der Remise“, veranstaltet vom Freien Deutschen Autorenverband (FDA) Nord e.V., stellte sie den neuen Kriminalroman „Die Frau im Moor“ vor.

Zunächst konnte das spätere Opfer Marie beim Gang mit ihrem Hund im Gebiet des Oldenburger Schlossparks begleitet werden, beobachtet aus der Sicht eines Stalkers. Dabei erfuhren die Zuhörer allmählich die Ausgangslage und begleiteten Marie ins Wittemoor, die sich dort einen Moment der Sammlung erhofft. Stattdessen wird sie jedoch ermordet. Ihre Leiche wird einige Tage später von einer Gruppe Wanderer gefunden, die sich einer Führung durch das Moor angeschlossen hatten. Bei der Bergung der Leiche tritt dann das Ermittlerduo auf: Heide Rose und Peter Grahne, den Fans bereits aus dem ersten Band der Reihe „Keine Reue“ bekannt. Soweit die Lesung.

Den Zuhörern hat dabei besonders gefallen, dass sie alle genau beschriebenen Wege im Geiste mitgehen konnten und so die Geschehnisse sehr „real“ erlebten. Das Moor ist mit all seinen Besonderheiten exakt beschrieben, die Stimmung dort gut erfasst.

Dass der Moorführer unter dem genannten Namen tatsächlich existiert und die Autorin seine Führung mitgemacht hat, ist ein besonderes Schmankerl. Es kämen noch weitere real existierende Personen im Roman vor, so Wendeln. Selbstverständlich wurden alle zuvor gefragt und haben dazu ihr Einverständnis gegeben.

Beim Verlag habe man besonders geschätzt, dass die ermittelnden Polizisten als normale Menschen geschildert werden, die nicht von schweren psychischen Problemen geschüttelt werden, so die Autorin.

Die Krimis kommen mit einer gewissen Leichtigkeit daher, auch der Humor kommt bei aller Ernsthaftigkeit nicht zu kurz. So ermitteln Heide Rose und Peter Grahne für Andrea Wendeln bereits im dritten Fall – das Buch soll im nächsten Jahr erscheinen. Und selbstverständlich wird es wieder in der Remise vorgestellt werden.