HUDE - Zur nächsten Lesung in der Reihe „Literatur in der Remise“ tritt eine reine Damenriege vom Verband der Freien Deutschen Autoren an: Am Mittwoch, 4. Februar, lesen von 19 bis 21 Uhr Gabriele Herzog aus Wittingen, Inge Ried aus Hude und Waltraut Ulrich aus Bremen. Die gebürtige Berlinerin Ulrich war bereits im Juli vergangenen Jahres in Hude zu Gast gewesen und hatte viel Beifall bekommen.

Waltraut Ulrich wird diesmal aus ihrer Biografie „Quarkzeiten“ lesen, die 2007 im Oldenburger Schardt-Verlag erschienen ist. Quarkzeiten ist für sie ein Synonym für arme Zeiten, speziell für die 40er Jahre, in denen die Kinder aus Berlin wegen der Bombenangriffe evakuiert wurden. Sie landete in Neuruppin bei der Verwandtschaft, erlebte Einmarsch und Besatzung und wurde schließlich Wilhelmshavenerin. Waltraut Ulrich schildert authentisch diese Zeit aus der Perspektive eines heranwachsenden Kindes.

Die Erzählung von Inge Ried „Gut, dass man nicht alles weiß“ befasst sich mit der Altenpflege, nicht etwa um der Kritik willen oder um Missstände aufzuzählen. Sie versetzt sich in eine Pflegerin, die neu und völlig unvoreingenommen das Leben der Alten beobachtet. Sie richtet ihren Blick auch auf die Verwandten, die Besuche machen, sie schaut genau hin, macht sich ihre Gedanken und kommt zu interessanten Schlüssen.

Gabriele Herzog präsentiert zwei Erzählungen. In „Abgründe“ geht es um ein junges Paar, das während einer Bergwanderung mit Ängsten konfrontiert wird, die ihre Beziehung sehr in Frage zu stellen scheinen. Auch ihre zweite Geschichte „Schneeflockenliebe“ ist eine Beziehungsgeschichte: Die Ich-Erzählerin beginnt, eine Frau zu lieben, die von ihrem Mann enttäuscht ist.

Die Huder Initiatorinnen Krimhild Stöver und Inge Ried hatten beim vorigen Mal ein volles Haus – darauf hoffen sie auch am 4. Februar.