HUDE - „Hallo, wir sind „Blind“ und wir spielen heute unplugged für Euch, falls ihr’s noch nicht gemerkt habt“, erklärte Sänger Lorenz Anders, nachdem die Oldenburger Band ihren ersten Song auf der Huder Bühne beendet hatten. Doch – die Huder hatten es gemerkt und klatschten anerkennend nach jedem Song der Band, denn vor allem diejenigen, die „Blind“ 2009 beim „Hude rocks“ erlebt haben, mussten zugeben: „Die Band hat sich wirklich gemacht!“
Mit einem rundum überzeugenden Sound aus eigenwilligen Melodien, erfrischenden Rhythmen und einprägsamen Texten wartete die Band am Freitagabend zur mittlerweile elften Afterwork Session auf. Beeindruckend war vor allem die Harmonie innerhalb der mittlerweile nur noch dreiköpfigen Band: Lorenz Anders’ kratziger Gesang passte perfekt zum stimmigen Bass von Lisa Weddehage und den ausgefallenen Beats von Alex Schlüter. Einen weiteren Besuch in Hude schloss das Trio nicht aus: „Vielleicht kommen wir bald wieder. Und dann auch mit Strom und so“.
Am Sonnabend ging’s dann mit einem etwas anderen Trio weiter: Die Solokünstler Daniel Bremer alias „Letterbox Salvation“, Manuel Sieg alias „North Alone“ und schließlich der niederländische Singer/ Songwriter Tim Vantol brachten die Bühne im Bistro „Zirkel“ zum Beben.
Den Start machte der Osnabrücker Manuel Sieg. Als „North Alone“ gab er Songs, wie „Avoiding“ oder sein Loblied über „das einzige Mädchen, dem man trauen kann“ - seiner Gitarre - zum Besten.
„Heute wird’s ein langer Abend, aber wir hoffen, dass wir ihn für euch abwechslungsreich gestalten können“, sagte anschließend Daniel Bremer alias „Letterbox Salvation“. Gemeinsam mit Schlagzeuger Bartosz Boron sorgte er mit dem Cover von Obediah Parkers „Hey Ya“ und vor allem seinen eigenen Songs für Begeisterung. Mal mit Mundharmonika, mal mit rockigen Drumbeats, mal mit ganz leisen Gitarrenakkorden punktete er bei seinem mittlerweile dritten Besuch bei der „Afterwork Session“.
Gegen 23 Uhr ging es dann zum Finale über: Der Holländer Tim Vantol betrat die Bühne im „Zirkel“ und machte dem „Afterwork Session“-Programm alle Ehre. Mit grölender Stimme und seiner Akustikgitarre bewaffnet machte der Songwriter den perfekten Abschluss einer einzigartigen „Afterwork Session“. Bis spät in die Nacht spielte er die selbst geschriebenen Songs „Mercy will kill me“ oder „Bitter Morning Taste“.
So ging am frühen Sonntagmorgen ein langes „Afterwork Session“-Wochenende zu Ende. Doch sowohl Veranstalter, Künstler und Publikum sind sich einig: „Es hat sich gelohnt“.
