HUDE - Noch bis Ende September geht die Saison im Klostermuseum. Sonnabends und sonntags können die Besucher von von 15 bis 17 Uhr reinschauen.

von Benno Hespe

HUDE - Für Ausflügler und Touristen aber auch für Einheimische ist die ständige Ausstellung der „Freunde des Klosters Hude“ im Klostersaal immer wieder ein beliebtes Ziel, finden die Besucher hier doch eine Fülle an Wissenswertem und Interessantem über die Geschichte des im Jahre 1232 von Zisterziensermönchen aus Marienthal bei Helmstedt errichteten Klosters.

Jeweils vom 1. Mai bis Ende September ist die Tür zum Klostermuseum geöffnet. Während dieser Zeit erwarten die Mitarbeiterinnen der „Klosterfreunde“ ihre Gäste sonnabends und sonntags (und an Feiertagen) jeweils zwischen 15 und 17 Uhr, um sie mitzunehmen auf eine Reise durch vergangene Jahrhunderte, als die Huder Klosteranlage ihre Blütezeit erlebte und sie als wirtschaftliches, politisches und geistliches Zentrum im östlichen Teil der damaligen Grafschaft Oldenburg galt.

Wenn Elge Gerdes-Röben, Lili Addicks oder die übrigen Damen des Vereins die Besucher durch den Saal führen, sind diese immer wieder überrascht von der Vielzahl der Ausstellungsstücke und Modelle. Zeigen sie doch in eindrucksvoller Weise, welches Ausmaß und welche Bedeutung das einstige Zisterzienserkloster einmal hatte. Selbst die noch vorhandenen Ruinen vermitteln einen großartigen Eindruck von der einstigen Größe und Pracht des Bauwerks.

Ein Blick ins Gästebuch zeigt die Begeisterung der zahlreichen Besucher. Da ist unter anderem zu lesen: „Wir haben einen wunderschönen Spaziergang durch das Kloster erlebt“, „Ich wünsche mir, dass die Ruine noch lange erhalten bleibt“ oder „Die Ruine scheint so groß wie zehn Fußballfelder“.

Außer den Einzelbesuchern, darunter nicht selten ganze Familien, streiften in jüngster Zeit unter anderem Schülergruppen des Osnabrücker Graf-Stauffenberg-Gymnasiums, der Grundschule Horsten und einer Schule aus Lippstadt durch die wechselvolle Geschichte. Auch die archäologische Kommission für Niedersachsen unternahm im Rahmen einer Exkursion mit 30 Teilnehmern einen Besuch im Klostersaal.

Baugeschichtlich ist die Klosteranlage der frühen Gotik zuzuordnen, als Baumaterial wurden vor Ort gebrannte Ziegel verwandt. Die können betrachtet und angefasst werden, wenn der Rundgang vom Klostersaal aus durch den Außenbereich des Klosterbezirks mit den altehrwürdigen Gebäuden und Ruinen sowie zur Torkapelle (heute Elisabethkirche) und durch den Witzleben-Park führt. Beeindruckt von einer solchen Führung war am vergangenen Wochenende auch Isabelle Spreckelsen aus Wien, Enkelkind einer Delmenhorster Familie, die mit einer Gruppe die Klosterruine besuchte.