HUDE - Mit weihnachtlicher Musik zur Schummerstunde begeisterte die Huder Akkordeongruppe am Sonntag auf ihrem dritten Adventskonzert. Gut 100 Zuhörer lauschten im Kulturhof weihnachtlichen Stücken aus Deutschland, Frankreich und dem englischsprachigen Raum.
„Wir machen ein interaktives Konzert zum Zuhören und Mitsingen“, erläuterte Renate Koch. Die musikalische Leiterin der Huder Akkordeongruppe führte durch den Abend. Sie stellte dem Publikum einen „bunten Querschnitt weihnachtlicher Musik“ in Aussicht. Stücke zum Zuhören wie „Joy to the World“, „The First Noël“ und „Jingle Bells“ wechselten sich ab mit Liedern zum Mitsingen wie „Macht hoch die Tür“, „Leise rieselt der Schnee“ oder „Ihr Kinderlein kommet“. Besonderen Hörgenuss bot das Potpourri „Weihnachtssterne“: Bekannte Melodien von „Es kommt ein Schiff geladen“ oder „Es ist ein Ros’ entsprungen“ waren neu und überraschend arrangiert.
Rasche Tempowechsel, schnelle Folgen von hohen und tiefen Tönen und unterschiedliche Rhythmen machten die Darbietung sehr abwechslungsreich. Ein Schlagzeug setzte geschickt Akzente zu den Akkordeonklängen.
Die Musik war ansteckend und lud zum Mitmachen ein. Bei den Liedern sang das überwiegend gesetztere Publikum kräftig mit. Teilweise lauschten die Zuhörer mit geschlossenen Augen und summten die bekannten Melodien leise mit.
Das Publikum solle mit dem Adventskonzert in weihnachtliche Stimmung versetzt werden, erläuterte die musikalische Leiterin der Huder Akkordeongruppe. „Am vierten Advent sind die Leute soweit“, sagte Renate Koch. „Dann haben sie das meiste erledigt, haben Zeit und werden besinnlicher.“ Die Auswahl der Stücke reichte am Sonntag von modern bis traditionell. „Deutsche Weihnachtslieder sind oft sehr bedächtig“, so die musikalische Leiterin der Gruppe. „Deshalb haben wir sie mit modernen gemischt.“
Die Huder Akkordeongruppe besteht seit 1990 und hat zur Zeit 23 Mitglieder. Jüngster Musiker ist Meent Mangels (13 Jahre). Er spielt schon seit sechs Jahren bei der Huder Akkordeongruppe mit. „Meine Großmutter und mein Vater spielen auch Akkordeon“, erzählte Meent, „es macht mir einfach Spaß.“ Seine Freunde hätten sich inzwischen auch an das eher ungewöhnliche Instrument gewöhnt. Die Zuhörer waren am Sonntag begeistert und belohnten die Huder Akkordeongruppe mit kräftigem Applaus. Mit dem Lied „O du Fröhliche“ klang der Abend des vierten Advent schließlich aus.
