HUDE - Die Liste der Stargäste beim Seniorennachmittag im DRK-Seniorenzentrum ist illuster: Udo Jürgens hat hier schon einen Auftritt gehabt, Thomas Gottschalk, Udo Lindenberg und Rudi Carell ebenfalls – sie alle wurden glänzend von Roland Schepker imitiert. Der Leiter der DRK-Sozialstation parodiert zum Vergnügen der Gäste des Seniorennachmittags mit Vorliebe Größen aus dem Showgeschäft. „Heino und Hans Albers“, bilanziert Schepker, „sind bisher am besten angekommen.“
Anlass, Rückblick zu halten, bietet ein besonderes Jubiläum: Den Seniorennachmittag gibt es jetzt seit zehn Jahren, an diesem Freitag findet die 100. Veranstaltung im Seniorenzentrum am Sonnentau statt. Beginn ist um 15 Uhr.
Die Idee, den schon vorher existierenden DRK-Seniorennachmittag wiederzubeleben, hatte Roland Schepker Ende 1999 mit der Gründung der DRK-Sozialstation. Seine Mutter Erika half ihm dabei, einen monatlichen Nachmittag für Senioren aus Hude und umzu anzubieten. „Gleich beim ersten Mal am 31. März 2000 hatten wir ein volles Haus“, erinnert sich Erika Schepker (68). In der Regel kommen 100 bis 130 Menschen zu den Veranstaltungen und mischen sich unter die Bewohner des Seniorenzentrums. „Wir haben alte Liederbücher gewälzt und ein passendes Repertoire zusammengestellt“, weiß Schepker. Als erster Musiker sorgte Bernhard Brumloop für Unterstützung. Noch heute unterhält der 83-Jährige die Senioren am Keyboard. Dass Musik und gemeinsames Singen das richtige Rezept sind, haben die Initiatoren schnell festgestellt. Witze und Sketche ergänzen die erfolgreiche Mixtur.
Verschiedene Handharmonika-Clubs, Orchester, Gesangvereine und Chöre, Musiker Robert Ahrens sowie viele andere sind im Laufe des Jahrzehnts aufgetreten. Die Rot-Kreuz-interne Theatergruppe mit dem Namen „Die Kreuzottern“ hat ein Stück aufgeführt, auch die „Pfiffigen Sieben“ aus Oldenburg haben ein paar Mal für Stimmung gesorgt.
Ein herzliches Dankeschön richtet Erika Schepker an das Küchen- und Servicepersonal des Seniorenzentrums sowie an den Fahrdienst des Roten Kreuzes und den DRK-Ortsverein. Tatkräftige Unterstützung leisten darüber hinaus Doris Schneidereit, Anneliese Berding, Christel Lippert, Ines Schepker, Horst Schepker und seit einiger Zeit auch Bodo Struthoff. Gemeinsam mit Erika Schepker haben sie in den vergangenen zehn Jahren ehrenamtlich rund 6000 Arbeitsstunden investiert – der Lohn dafür sind fröhliche Gesichter und strahlende Augen bei den Gästen. Erika Schepker will die Seniorennachmittage so lange weiter organisieren, „wie die Menschen Spaß daran haben“.
Für diesen Freitag haben sich leibhaftige Ehrengäste angekündigt. Sohn Roland feilt derweil mit seiner Frau Ines an der nächsten Parodie: Im Juni wollen sie als Didi Hallervorden und Helga Feddersen auftreten...
