HUDE - Die Ausstellung „Echt Klasse – Spielstationen zum Starksein“ wurde gestern eröffnet. 500 Grundschüler werden sie bis Freitag besuchen.
Von Andreas Naaf
HUDE - Premiere im Kulturhof: Seit gestern veranstaltet der Präventionsrat Hude erstmals eine Ausstellung, die der Gewalt gegen Kinder vorbeugen soll, Titel: „Echt Klasse – Spielstationen zum Starksein“. Ein passendes Motto, schließlich zielt die Ausstellung darauf ab, dass Kinder ihre eigenen Gefühle besser kennen lernen, um im Ernstfall Gewaltakte erkennen und abwehren zu können. „Die Ausstellung soll Kinder ermutigen und ihnen keine Angst machen“, sagt die Huder Präventionsbeauftragte, Birgit Lohmann-Liebezeit (Details: siehe Interview).Aufklärungsbedarf scheint in jedem Fall vorhanden zu sein. Rund 500 Grund- und Förderschüler stehen auf der Gästeliste für die bis Freitag, 18. November, dauernde Ausstellung. Kernstück des Informationsangebotes sind sechs Spielstationen. Hier können sich die Kinder zum Beispiel „gute und schlechte Geheimnisse“ anhören oder Aussagen wie „Kinder müssen immer tun, was Erwachsene sagen“ mit Hilfe von beweglichen Zeigern bejahen oder verneinen. Damit Mädchen und Jungen sich in der Ausstellung frei entfalten können, werden sie stets getrennt auf die Stationen losgelassen.
Verantwortlich für die Veranstaltung zeichnet die Arbeitsgruppe Zivilcourage des Huder Präventionsrates. Ursprünglich habe diese eher an die Einführung eines Preises für Zivilcourage gedacht, so Lohmann-Liebezeit. Doch dann sei man zu der Überzeugung gekommen, dass man durch eine Ausstellung viel mehr Menschen – insbesondere Kinder – erreicht.
Doch um der Gewalt gegen Kinder vorzubeugen reicht es nicht, die Kinder zu erreichen. Auch Eltern und Lehrer müssen im Umgang mit dem Problem geschult werden. Daher bietet das Präventionsrat im Laufe dieser Woche noch einige Fortbildungsmaßnahmen für Erwachsene an (Details: siehe Infokasten). Denn klar ist: Häusliche Gewalt macht auch vor dem ländlichen Raum nicht Halt. Statistisch gesehen befindet sich in jeder Schulklasse mindestens ein Kind, dem Gewalt angetan wird, so Lohmann-Liebezeit. Und da bilde eben auch Hude keine Ausnahme.
Informationen auch für die Eltern
