HUDE - Eins, zwei, drei und vier, trommeln Celina (6) und Marla (5) im gleichen Rhythmus auf den beiden afrikanischen Trommeln. Und auch Janne (5) hält es nicht lang auf seinem Stuhl aus und macht mit. Afrika zum Fühlen und Anfassen, zum hautnah Erleben stand beim Abschluss des Projektes „Fußball-Weltmeisterschaft und Afrika“ im Huder Kindergarten Gänseblümchen auf dem Programm.
Über einen Monat lang hatten die Zwei- bis Sechsjährigen in vielen Aktionen Land und Leute des Gastgeberkontinents kennen gelernt. „Unser Ziel ist es, den Kindern die Kultur in Afrika näher zu bringen“, erklärt Carola Lippstreuer, die mit ihrer Kollegin Angela Gerdes die Organisation des Projektes übernommen hatte.
Sie sorgten nun auch für den passenden Ausklang. Dazu luden die beiden Kinderpflegerinnen kurzum die gebürtigen Afrikaner Omar Pia Bojang und Pascal Koulahi ein. Zuerst ein kurzes Zögern, dann pure Begeisterung: Schnell zogen die beiden Gäste aus Gambia und der Elfenbeinküste die Kinder des Kindergartens in ihren Bann. Trommellehrer Pascal Koulahi macht es vor: Schwungvolle Rhythmen gemischt mit sanften Tönen des Xylofon ähnlichem Balafon. Ohne Scheu stimmten dann auch die Kleinen mit ein. „Die Musik hört sich toll an und macht Spaß“, freut sich der vierjährige René und spielt ein paar Töne.
Zeitgleich duftet es bereits vom Herd der Kindergartenküche. Omar Pia Bojang steht am Herd. „Es gibt Chicken Yassa, ein gambisches Gericht, und einen leckeren Nachtisch mit Couscous“, verrät er. Doch heute steht er nicht allein an den Töpfen. Viele kleine Helfer versammeln sich um die Tische und schneiden das Gemüse oder legen die Hähnchenkeulen ein. Dabei macht dem gebürtigen Gambier besonders viel Spaß, zusammen mit Kindern zu arbeiten. „Es ist toll zu sehen, wie schnell Kinder andere Kulturen akzeptieren. Vor allem wenn man ihnen zeigt, wie und was in Afrika gemacht wird“, freut sich Bojang.
Unterschiedliche Kulturen gibt es auch unter den Kindergartenkindern. „Wir haben hier einige Migrantenkinder“, so Lippstreuer. „Daher liegt uns die Aufklärung besonders am Herzen.“
Gemeinsam wurde zum Abschluss des afrikanischen Besuches die exotische Haupt- und Nachspeise probiert. Und plötzlich war nur noch eines zu hören: „Hmm, ist das lecker.“
