HUDE - In der Holler St. Dionysius-Kirche und in der Huder St. Elisabeth-Kirche wird das alte Ägypten zu neuem Leben erweckt. Die Kinderchöre der ev.-luth. Kirchengemeinden Holle-Wüsting und Hude führen dort unter der Leitung von Freia Lankenau am 14. und 15. Juli das Musical „Unterwegs in ein neues Land“ auf. Erzählt wird die Geschichte um Mose und den Auszug des Volkes Israel aus Ägypten.
Israeliten und Ägypter werden von 27 Kindern aus Hude und 18 Kindern aus Wüsting dargestellt – hinzu kommen zwölf Nachwuchssänger des ökumenischen Kinder- und Jugendchores aus Brake, der von Gebhard von Hirschhausen geleitet wird. Die Akteure sind im Alter von acht bis 14 Jahren. Zwar verfügen die Huder und Wüstinger Chöre mittlerweile selber über eine ausreichende Zahl von Mitwirkenden, um die Aufführung zu stemmen. „Weil die Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren aber so gut funktioniert hat, setzen wir sie mit den Brakern fort“, berichtet Freia Lankenau. Erstmals gibt es aber einen Auftritt auch in Hude (am 15. Juli), einen Tag vorher (am 14. Juli) wird das Musical in Holle gezeigt. Beide Aufführungen beginnen um 16 Uhr. Eine Woche vorher, am Sonntag, 8. Juli, hat es um 16.30 Uhr in Brake Premiere. Die Hauptrollen wechseln je nach Aufführungsort: In Holle beispielsweise steht der Kinderchor aus Holle-Wüsting im Vordergrund.
Leiterin Freia Lankenau kündigt diesmal „ganz viel Aktion“ an: Wenn Mose beschließt, sein Volk aus der Sklaverei unter der Herrschaft der Ägypter zu befreien, wird es eine echte Demonstration im Kirchgang geben. Als Mose die Israeliten durch die Wüste nach Osten führt, lässt der erbarmungslose Pharao seine Truppen die Flüchtlinge verfolgen. Auch wie es Mose mit Gottes Hilfe gelingt, die Verfolger abzuwehren, indem das Meer sich teilt und über den Reitern zusammenstürzt, wird mitten in den Gotteshäusern in Szene gesetzt. „Wir bringen das Rote Meer in die Kirche“, kündigt Lankenau an. Der Tanz ums goldene Kalb und der brennende Dornbusch, durch den Gott zu Mose spricht, werden ebenfalls dargestellt.
Die Chorleiterin freut sich, dass sie bei der Umsetzung dieser aufwendigen Szenen Unterstützung durch Anja Kipry bekommt. Die Huderin gestaltet mit viel Kreativität die Bühnenbilder. Aus vorherigen Aufführungen verfügen die Kinderchöre bereits über einen reichen Fundus an Kostümen – was für das neue Musical noch fehlte, hat wie immer Ingeborg Speidel genäht.
„In dem Stück steckt eine Menge Arbeit“, sagt Freia Lankenau, die sich freut, dass der Aufwand durch eine dritte Aufführung belohnt wird. Seit Februar laufen die Vorbereitungen. „Die Kinder sind mit großem Eifer bei der Sache“, lobt die Chorleiterin. Intensiv geprobt wurde jetzt mit dem kompletten Ensemble in der Jugendherberge Sandhatten. „Alle hatten viel Spaß zusammen“, bilanziert Lankenau – das soll auch bei den Aufführungen sichtbar werden.
