HUDE - Eine Schule im Ritterfieber: Schwerter und Schilde werden gebastelt, Schlösser gebaut und mittelalterliche Tänze einstudiert. Ritter, Burgen, Mittelalter – unter diesem Motto stand am Donnerstag ein Projekttag an der Grundschule Jägerstraße in Hude. Dabei ging es vornehmlich um die Vorbereitung der großen „Ritter-Rost-Aufführung“. Nachdem Schülerinnen und Schüler bereits vor einem Jahr ein Stück aus der erfolgreichen Kinderbuchserie gespielt hatten, gibt es diesmal ein Musical. Am 4. Juli soll es ab 16 Uhr in der Gymnastikhalle vor großer Kulisse aufgeführt werden.
„Alle sind mit einer Riesenbegeisterung bei der Sache“, freut sich Sozialpädagogin Sabine Pieper. So wurden an diesem Donnerstag in den einzelnen Klassen u. a. Kostüme gefertigt, Requisiten hergestellt, Eintrittskarten gemalt oder Werbeplakate gebastelt, die im ganzen Ort auf das Musical aufmerksam machen sollen. „Da alle beteiligt sind, wird die Aufführung zu einem Gesamtkonzept, in dem sich alle wiedererkennen können“, so Pieper. Im Rahmen des Stückes, für das Erwachsene zwei und Kinder einen Euro Eintritt zahlen, gibt es zudem für die Schülerinnen und Schüler ein Rätsel. Die Preisverleihung findet am Tag der Aufführung statt.
„Wir haben den Projekttag intensiv vorbereitet“, erläutert Christel Neteler, die mit ihrer Klasse Ritterschilde herstellt – darunter viele mit dem Huder Gemeindewappen. „Um den Bezug zum Ort herzustellen – Hude als große Ritterstadt“, so Neteler.
Die 13 Darsteller feilen, nachdem sie sich zuvor für die Musical-AG angemeldet hatten, seit Beginn des Schulhalbjahres mit Musiklehrerin Sabine Hermann, die an der Grundschule als Honorarkraft angestellt ist, an einem Nachmittag in der Woche an der Umsetzung des Musicals. Darin besucht Ritter Rost mit Burgfräulein Bö einen Kinderzirkus, trifft einen Werwolf, den Grafen Knoblauch, einen Bauchredner und den Drachen Koks. Dieser steckt das Zelt in Brand und sorgt für allerlei Turbulenzen . . .
„Bis zur ersten Aufführung müssen wir schon noch ein bisschen proben“, meint Felix, der schon beim letzten Mal dabei war. „Das hat richtig Spaß gemacht – deshalb musste ich dieses Mal unbedingt wieder mitmachen.“ Während sich Felix beim „Casting“ für das Stück seine „absolute Lieblingsrolle“ als sprechender Hut geschnappt hat, ist Yasamin nicht ganz zufrieden: „Eigentlich wollte ich Koks spielen, aber der war schon vergeben. Jetzt bin ich halt der Servier-Roboter.“
Jasmin tritt als Vampir Graf Knoblauch in Erscheinung. So etwas zu spielen, mache schon eine Menge Spaß, sagt die Drittklässlerin, die auch schon beim Weihnachtsmärchen Bühnenerfahrung gesammelt hat. Der Werwolf wird von Merve dargestellt. „Ich fand die Rolle ganz witzig. Ich muss mich langweilen und ein bisschen singen.“
Svenja und Jannek spielen zwei Artisten, die im Zirkus unter anderem jonglieren müssen. „Natürlich nicht ganz so schwierige Übungen“, erläutert Jannek. Seine Mitschülerin Melina spielt dagegen in der Aufführung eine Bauchrednerin. Zum Glück, schmunzelt sie, habe sie nicht ganz so viel Text.
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