HUDE - Das Haar weht, der Auspuff knattert: So schön kann Oldtimer-Rallye sein, zumindest für die Teilnehmer der „Von-Küste-zu-Küste“-Tour, die am Sonnabendmittag in Hude Station machten. Anders als in den vergangenen Jahren, als Hude nur Durchfahrtsstation war, stellten die Fahrer ihre Wagen diesmal auf dem Parkplatz an der Von-Witzleben-Allee ab. Bei einem kühlen Glas Prosecco genossen viele Fahrer die gut einstündige Pause. Andere informierten sich auch bei einer kleine Führung über die Klosterruine.
Auf ihre Kosten kamen aber auch die Zuschauer, die sich im Klosterbezirk versammelt hatten. Der Oldenburger Guido Leibel stellte wie in den vergangenen Jahren auch die BMW, Bentleys, Käfer, Rolls Royce und die anderen betagten Karossen vor, so dass jeder gleich wusste, was da gerade an ihm vorbei gerollt war. „50 Prozent der Teilnehmer sind schon zum zweiten Mal dabei“, weiß Leibel. „Das ist eben eine touristische Tour“.
Genau das begeistert auch die meisten Fahrer. Oder Fahrerinnen. „Das tolle ist, dass man spazieren fahren kann“, sagt Katja Weigel, die zusammen mit ihrer Mutter Rosi Engels und Hund Jackie gerade aus ihrem orangefarbenen BMW 2002 alpina, Baujahr 1972, steigt. „Hier muss man nicht nach Bildern suchen oder besonders schnell ankommen. Hier steht der Spaß im Vordergrund.“ Seit 2003 fährt die junge Frau nun schon bei der „Von-Küste-zu-Küste“-Tour mit. Zufällig ist die Namensverwandtschaft mit Organisator Udo Weigel übrigens nicht. „Ich bin die Schwiegertochter.“ Und Weigels Sohn Max hat sie bei ihrer ersten Tour im Oldtimer kennengelernt.
Zum zwölften Mal machten sich die Oldtimerfahrer aus ganz Deutschland laut Organisator Udo Weigel in diesem Jahr schon auf den Weg von der einen zur anderen Küste. Wieder begleitet von zwei Serviceteams. „Die Mechaniker haben sich aber schon beschwert, dass sie so wenig zu tun hatten“, erzählt Leibel. Und tatsächlich: Größte Herausforderung war die gebrochene Achse eines MGs. Und die konnte aber innerhalb eines Tages ausgetauscht werden.
