Hude - Mit „Der Getriebene“ hat Birte Bolte aus der Gemeinde Berne als Debütroman einen Thailand-Krimi mit historischem Bezug vorgelegt. In der Gemeindebücherei Hude liest die 37-jährige Autorin am Donnerstag, 3. Mai, im Rahmen des Frühlingsabends von 19.30 bis 21 Uhr.

Zum Romaninhalt: 2017, mitten im Trauerjahr zu Ehren des verstorbenen Königs Rama IX, Bhumibol Aduljadey, zieht die Hamburger Universitätsdozentin Vasitee Peritaj nach Bangkok zu ihrem Vater. Selbst von Trauer betroffen, trifft sie den jungen Studenten Matava, der ebenfalls mit Verlusten zu kämpfen hat. Was geschah mit seinem Großvater 1958? Und war der Tod seines Vaters wirklich ein tragischer Verkehrsunfall? Vasitee beginnt, ihm und seiner Freundin bei Recherchen zu helfen. Ohne es zu ahnen, rückt die Gefahr für alle näher.

Jedes zweite Kapitel spielt in der Vergangenheit im Thailand der späten 1950er-Jahre, als unter der Führung von General Sarit Thanarat eine der schlimmsten Diktaturen Thailands ihren Anfang nahm. Vor diesem Hintergrund begibt sich eine Gruppe Oppositioneller in den Untergrund. Sie reisen nach Chiang Mai und finden Unterstützung von Angehörigen des Bergvolks Hmong. Gemeinsam brechen sie zu einer Höhle im Wald auf. Sie wollen der Freiheitsberaubung im eigenen Land und dem Leid im benachbarten Laos, ausgelöst durch den geheimen Krieg, nicht tatenlos zusehen. Doch die Reise wird trotz aller durchgeführten Hmong-Rituale nicht nur von guten Geistern begleitet.

Bolte, gelernte Redakteurin und ehemalige Mitherausgeberin des thai-deutschen Kulturmagazins „Siam heute“ erfüllte sich mit der Veröffentlichung einen Traum: „Seit Jahren wollte ich einen Roman schreiben. Ich habe allerdings die ersten Themen verworfen. Die haben mich selbst schon nach einer Woche nicht mehr interessiert“, sagt sie.

Mit ihrem Mann Jatsada, einem gebürtigen Thailänder, hat sie einige Jahre in seiner Heimat gelebt und verbringt nach wie vor mit den beiden Kindern jährlich Zeit dort.