HUDE - HUDE/RED - Am 7. September 2003 verstarb der Publizist und Historiker Michael Hepp. Der Huder, der zuvor in München gelebt und dann eine Tätigkeit an der Uniersität Oldenburg aufgenommen hatte, war bekannt als Experte auf dem Gebiet der Zwangsarbeiter im NS-Staat und zudem Tucholsky-Biograf sowie Vorsitzender der Tucholsky-Gesellschaft. Im Alter von 54 Jahren erlag er einem Krebsleiden – rund ein Jahr, nachdem bereits seine Frau an einem solchen gestorben war. Hepp hatte zuvor bereits die Diakonie-Sozialstation Hude mitbegründet, die schließlich auch seine Frau und ihn gepflegt hatte. Im Testament hatte der kinderlose Hepp verfügt, dass 12 500 Euro für gemeinnützige Zwecke gependet werden und den Lions-Club Oldenburger Geest, dessen Mitglied er auch war, mit der Verteilung der Spenden beauftragt.

Gestern war es soweit: In der Villa Lencer überreichten Club-Präsident Gert Würdemann und Jörg Lencer, der die Verteilung der Spenden organisiert hatte, in Form symbolischer Schecks 3800 Euro an den Förderverein der Diakonie-Sozialstation Hude und jeweils 1900 Euro an die Elterninitiative krebskranker Kinder in Oldenburg und an das Kinderhospiz Löwenherz in Syke. 4900 Euro waren schon zuvor dem Komitee für Grundrechte überwiesen worden. „Ich denke, dass wir damit in Michael Hepps Sinne gehandelt haben“, sagte Würdemann. Lencer sah ein „gutes Beispiel“, wie Vermögen sinnvoll verwendet werde könne – gerade vor dem Hintergrund, „dass in Deutschland in den nächsten Jahren Billionen vererbt werden“.

Das Hospiz erleichtert unheilbar kranken Kindern das Leben in ihrer letzten Lebensphase, entlastet ihre Familien und begleitet die Kinder bis zu einem würdevollen Tod. Die Elterninitiative hilft betroffenen Familien auf vielfältige Weise und hat bei stationär untergebrachten Kindern einen Schwerpunkt in der Finanzierung von Musiktherapeuten. Für den Förderverein der Diakonie-Sozialstation erinnerte Rolf Carspecken daran, dass Hepp nicht allein Mitbegründer gewesen sei, sondern auch das Logo entworfen habe. „Michael Hepp bleibt also in gewisser Weise weiterhin in Hude präsent.“