HUDE - Der Park des Hauses Marienhude wird wieder zum Freiluftatelier: Vom 26. Mai bis zum 1. Juni ist der von der Lerchenstraße aus einsehbare Garten Schauplatz des 7. internationalen Bildhauersymposions. Mit der renommierten Veranstaltung will sich die Gemeinde Hude „als kultureller Standort weiter profilieren“, betonte Fachbereichsleiter Uwe Schubert am Montag bei der Vorstellung des Programms.
Die künstlerische Leitung liegt in diesem Jahr erneut in den Händen von Thorsten Schütt aus Horsten/Friedeburg. Der 48-Jährige hat die Nachfolge seines Huder Bildhauer-Kollegen Wolf E. Schultz, der das Symposion Anfang der 90er Jahre aus der Taufe gehoben hatte, angetreten: „Das ist für mich eine große Ehre.“ Eingeladen hat er vier Kollegen: Piotr Zbrozek (Polen) und Oene van der Veen (Niederlande) waren bereits 2009 dabei, die Schweizerin Simone C. Levy und der Rumäne Cosmin Cocis arbeiten erstmals in Hude. Schütt ist sicher, ein „gut harmonierendes“ Team zusammengestellt zu haben.
Das Besondere am Bildhauersymposion im Klosterort ist das Erleben der Entstehung einer Skulptur: Am Anfang ist nur der nackte Baumstamm vorhanden, zum Abschluss ist die fertige Arbeit zu sehen. Dabei können Interessierte die Künstler beim Schaffensprozess beobachten und mit ihnen über ihre Arbeit sprechen. „Spontane Besuche sind jeden Tag möglich“, sagte Schütt.
„Für Künstler sind die Rahmenbedingungen hier so gut wie selten“, freute sich der Bildhauer. Dass ohne Themenvorgabe frei gearbeitet werden kann, bezeichnete er als ideal. So könne man sich von Gesprächen mit Besuchern und dem Park-Ambiente am Haus Marienhude inspirieren lassen. Das Diakonische Werk Oldenburg stellt die Bildungsstätte dafür gerne zur Verfügung, betonte Frank Eden.
Bearbeitet wird überwiegend Eichenholz: Das Forstamt Hasbruch hat dafür Material im Wert von rund 1200 Euro gespendet. Auch das beim letzten Mal 2009 nicht verbrauchte und seither eingelagerte Holz wird verwendet. Die Oldenburgische Landschaft stellt aus Kulturfördermitteln des Landes Niedersachsen 3000 Euro bereit, die LzO steuert 1500 Euro bei. Der Gesamtetat umfasst 13 000 Euro.
Eröffnet
wird das Bildhauersymposion am Sonnabend, 26. Mai, um 19 Uhr im Haus Marienhude von Jörg Michael Henneberg (Oldenburgische Landschaft).Die Bildhauer werden an ihren Skulpturen vom 27. Mai bis zum 1. Juni jeweils in der Zeit von 9 bis 12.30 Uhr sowie von 14.30 bis 20 Uhr arbeiten.
Der 20. Geburtstag des von Wolf E. Schultz gestalteten Huder Skulpturenufers wird am Mittwoch, 30. Mai, in Verbindung mit dem Symposion gefeiert. Hierzu ist eine gesonderte Veranstaltung mit den Bildhauern vorgesehen.
Die Finissage ist am Freitag, 1. Juni, ab 19 Uhr geplant. Für den musikalischen Rahmen sorgen Sybille Hellmann (Gesang) und Thomas Denker (Akkordeon) mit französischen Chansons.
