HUDE - Wie heißt die Lokomotive aus „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“? „Emma!“, ruft Ella begeistert. Das sechsjährige Mädchen aus dem evangelischen Kindergarten „Regenbogeninsel“ in Hude kennt sich bestens aus mit dem von Michael Ende geschriebenen Kinderbuchklassiker: „Die Lok kann schwimmen und fliegen. Und am Ende bekommt Emma ein Kind, das heißt Molly“, weiß Ella. Astrid Grotelüschen ist begeistert: „Ich hätte nicht gedacht, dass die Kinder so gut Bescheid wissen“, staunt die CDU-Bundestagskandidatin. Sie ist am Donnerstag zu Gast im Kindergarten, um den Steppkes in der „roten Gruppe“ zum „Welttag des Buches“ vorzulesen: „Das ist so ein ähnlicher Tag wie Muttertag. Heute möchte ich Euch eine Freude machen.“
Ihr fällt es nicht schwer, die Huder Kinder für ihre Geschichten zu begeistern: „Ich bin eine absolute Leseratte“, erzählt die 44-Jährige. „Meine Eltern mussten früher immer abends bei mir das Licht ausknipsen, weil ich so lange gelesen habe.“ „Mein allererstes Buch war ,Wir Kinder aus Bullerbü“ von Astrid Lindgren“, sagt die Großenkneterin. „Kenn’ ich!“, entgegnet die vierjährige Enna prompt.
Astrid Grotelüschen verfügt zu Hause über einen großen Fundus an Kinder- und Jugendbüchern – schließlich hat sie selber drei Jungen, die mittlerweile zehn, zwölf und 15 Jahre alt sind – ein gutes Dutzend Schmöker hat sie mit in den Kindergarten gebracht, um ihre jungen Zuhörer auswählen zu lassen, woraus vorgelesen werden soll. Neben „Jim Knopf“ wollen die Kinder etwas aus „Das kleine Gespenst“ von Otfried Preußler hören – auch dieses Buch kennen die meisten schon.
Astrid Grotelüschen ist es besonders wichtig, dass „Kinder bereits von frühester Kindheit an mit Büchern in Kontakt kommen“. Nur so sei gewährleistet, dass spätere Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben vermieden werden, betont die Bundestagskandidatin. „Vorlesen und selber Lesen sind enorm wichtig für die Sprachentwicklung“, nickt Kindergarten-Leiterin Anke Jacobs. Nicht zuletzt deshalb gibt es in der „Regenbogeninsel“ eine eigene Bücherei.
Grotelüschen freut sich auch darüber, dass es in Hude und Wüsting ehrenamtliche Lesepaten gibt: „Das ist eine tolle Initiative, um bei Kindern Lust am Lesen zu wecken.“
