HUDE - Es ist die vielleicht berühmteste Liebesgeschichte der deutschen Literatur: „Die Leiden des jungen Werther“ von Johann Wolfgang von Goethe. Der junge Dichter schrieb sie 1774 im Alter von 25 Jahren, als er sich in Wetzlar unglücklich in ein Mädchen namens Charlotte Buff verliebte, das bereits mit einem anderen verlobt war. Der stürmische Briefroman sollte sein größter Bucherfolg werden.

Wie aktuell der „Werther“ auch heute immer noch ist, zeigt die Inszenierung der Bremer Shakespeare Company, die der Huder Kulturverein „Impuls“ am Sonnabend, 25. September, ab 20 Uhr im Forum der Peter-Ustinov-Schule präsentiert. Regisseur Mathias Schönsee hat aus dem Briefroman ein frisches, modernes Stück mit viel Tempo geformt. Im Mittelpunkt steht die Beziehungskiste der drei Akteure – Werther (Gunnar Haberland) verliebt sich rasend in Lotte (Janina Zamani), die indes mit Albert (Michael Meyer), einem Freund von Werther, verlobt ist.

Die Inszenierung zeigt Werther, Lotte und Albert im Schmelztiegel ihrer widersprüchlichen Gefühle zwischen Leidenschaft und Pflichtbewusstsein, hochfliegenden Sehnsüchten und bodenständigen Lebensentwürfen. Das Stück ist eine riskante, aber gelungene Gratwanderung zwischen Drama und Klaumauk.

Der Kulturverein „Impuls“ rechnet an diesem Theaterabend mit einem vollen Haus, denn bereits im Vorfeld haben ganze Schulklassen ihren Besuch zugesagt. „Wir sind glücklich, dass es gelungen ist, mit dieser Veranstaltung auch Schülerinnen und Schüler anzusprechen“, freut sich die stellvertretende Vorsitzende Monika Rundel- Tegtmeyer über die positive Resonanz.

Der Vorverkauf der Restkarten startet an diesem Mittwoch, 1. September, in der Musikalienhandlung „Brass and more“ (Hermann-Löns-Weg 5). Der Eintritt kostet 12 Euro.