HUDE - Den afrikanischen Rhythmus hat George Sackey sprichwörtlich „im Blut“. Der Musiker und Trommellehrer entstammt einer traditionellen Familie aus Ghana an der Westküste Afrikas. 2003 ist er zusammen mit seiner Frau Carola nach Deutschland gekommen, das er „trotz einiger Probleme sehr liebt“. Carola und George Sackey wohnen seit einem Jahr in Hude und boten jetzt in Zusammenarbeit mit der regio-VHS Ganderkesee-Hude einen Trommelworkshop für Kinder von sechs bis zwölf Jahren an.
„Im Workshop wollen wir den Kindern den afrikanischen Rhythmus näherbringen“, erklärt Carola Sackey. „Außerdem basteln wir eine Trommel aus Tontöpfen und Papier, die mit nach Hause genommen werden kann.“ Gespielt wird zunächst jedoch auf original afrikanischen Instrumenten, die klangvolle Namen tragen wie „Djembe“ oder „Bugarabu“. Die traditionellen ghanaischen Trommeln „Kpanlogo“ und „Subimba“ dürfen natürlich auch nicht fehlen. Alle Instrumente sind aus Ghana mitgebracht und mit Ziegen-, Kuh- oder Antilopenfellen bespannt.
An dem Workshop nahmen fünf Kinder aus dem Umkreis von Hude teil. „Leider haben wir nur fünf Teilnehmer“, sagt Carola Sackey. „Sonst sind wir meistens ausgebucht.“ Nils Bücking und sein Freund Niklas Bartens, beide zehn Jahre alt, möchten gerne mal etwas Neues kennen lernen. „Wir interessieren uns schon ein bisschen für Afrika und möchten gerne lernen, wie man trommelt“, sind sie sich einig. Niklas Bartens ist der einzige Teilnehmer, der schon einmal getrommelt hat – „auf Kokosnussschalen“, berichtet er stolz.
Carola und George Sackey sind seit einem Jahr in Hude und Umgebung selbstständig. „Wir bieten auch regelmäßig Trommelworkshops auf den Inseln an“, sagt die Trommellehrerin, die in Sachsen langjährige Erfahrungen als Lehrerin von behinderten Kindern gesammelt und zwei Jahre lang in Ghana gelebt hat. Ihr Mann ist nicht nur Trommellehrer, sondern auch Musiker und gibt regelmäßig Konzerte, am Abend vor dem Workshop etwa in Bremen. Neben Trommelworkshops haben die Sackeys auch Erlebnisreisen nach Ghana im Programm, inklusive des Kontakts zu afrikanischen Familien und eines Trommelworkshops. Zudem bereiten sie zur Zeit eine Ausstellung vor, auf der ab Ende Oktober Werke von Georges Bruder, der Maler in Ghana ist, gezeigt werden sollen.
