HUDE - Es hat ein bisschen was von Stadion-Atmosphäre – auf Bänken drängeln sich die Leute, das ein oder andere Bier wurde bereits geköpft. Ein paar Kinder laufen durcheinander – die Stimmung ist gut. Dann plötzlich Stille: auf einer Großbildleinwand und einem Bildschirm im Wohnzimmer von Frank Felsen aus Hude beginnt „Das perfekte Dinner“. Eigentlich nicht das, was es üblicherweise zu sehen gibt, wenn jemand zum „Public Viewing“ einlädt.

„Normalerweise nutzen wir die Leinwand eher, um Fußball zu schauen“, sagt der 46-Jährige. Doch heute ist alles anders. Der Huder Finanzmanager hat an der TV-Kochsendung teilgenommen und am Dienstagabend Freunde und Nachbarn zu sich nach Haus eingeladen, um die erste von vier Episoden gemeinsam zu schauen. Es gibt Gyros vom Spieß, Brot und Salat. Auch zwei seiner Kontrahenten, Andreas Eitel aus Oldenburg und Sybille Hangartner aus Rastede, sind gekommen.

Als die ersten Minuten der Sendung verstrichen sind, lässt Felsen sein erstes Bier des Abends aufploppen. Eine Bemerkung des Kommentators der Sendung zur Wohnzimmereinrichtung des Huders sorgt für die ersten Lacher: Felsen, der gemeinsam mit Lebensgefährtin Susanne Harjes hier lebt, horte in einer Vitrine mit Porzellan wohl Munition für den Polterabend.

Stressig sei die Woche der Dreharbeiten für ihn nicht gewesen, sagt Felsen: „Wir haben uns in der Gruppe gut verstanden. Das hat es einfach gemacht.“ Und Drei-Gänge-Menüs koche er in seiner Freizeit auch häufiger mal, sagt der Huder. Gewöhnungsbedürftig sei es am Anfang nur gewesen, von einer Kamera durch die eigenen vier Wände begleitet zu werden. Vier Tage dauerten die Dreharbeiten, wegen Ostermontag wurden ausnahmsweise nur vier Episoden mit vier Kandidaten gedreht.

In der Sendung tischt Felsen dann als Vorspeise „Sonniges Schaumsüppchen trifft auf Nordseegeflüster“ auf. Als Hauptspeise serviert der Huder den Gästen „Gaumen Zirtaki á la Fakelaki“. Zum Schluss gibt es als Nachspeise „Runde, knusprige, kalte Versuchung unterliegt tropischem Flair an Klöttenköm“.

Spannung bei der Punktvergabe am Ende: 23 von 30 möglichen Punkten erhält Felsen. „Ich bin zufrieden“, sagt er. Ob es für den Gesamtsieg gereicht hat oder ob doch ein anderer die Nase vorn hat, darf er noch nicht verraten.

Der Oldenburger Andreas Eitel will am Ende der Woche in einer Oldenburger Bar die letzte Sendung mit Freunden schauen: „Dann allerdings ganz privat und im etwas kleineren Kreis.“